Schrecken ohne Ende geht weiter. Susanne Müller über das abgelehnte Kaufangebot für das Schwechater Multiversum.

Von Susanne Müller. Erstellt am 23. August 2017 (02:50)

Gefühlt ist das Martyrium, das Schwechat mit dem Millionengrab Multiversum mitmacht, schier unendlich. Dabei wurde die Multifunktionshalle erst vor sechs Jahren fertiggestellt. Und die bösen Vorzeichen hatten schon davor begonnen. Schließlich waren die Baukosten von geplanten 37 Millionen auf 54 Millionen Euro explodiert. Seither hat die Stadt zusätzlich Unsummen in die Halle gesteckt.

Vor zwei Jahren hat man dann einen Hoffnungsschimmer am Horizont gesehen. Der geplante Verkauf sollte zügig vorangetrieben werden. Eine versierte Krisenmanagerin wurde zu diesem Behufe als Geschäftsführerin angestellt.

Jetzt ist ein neuerliches Kaufangebot abgelehnt worden. Zehn Millionen Euro seien zu wenig. Stimmt wohl. Dem Wert der Halle entspricht dieser Betrag mit Sicherheit nicht annähernd. Allerdings kann ohnehin kein Kaufpreis die Kosten aufwiegen, die die Halle bereits verursacht hat. Und je länger der Verkauf auf sich warten lässt, desto höher werden die Kosten. Dass die Kauf-Angebote ähnlich deutlich steigen, darf hingegen bezweifelt werden.