Spannung bis zur Wahl 2020. Über die neue Ausgangslage im Schwechater Gemeinderat.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 16. Juli 2019 (12:00)

Lange hat’s gedauert. Der ehemalige Schwechater Bürgermeister und Baier-Vorgänger Gerhard Frauenberger hat den SPÖ-Klub verlassen. Mit ihm ging Leopold Wittmann. Dass Frauenberger überhaupt so lange im roten Klub blieb, ist schon alleine überraschend. Immerhin entzogen ihm die Sozialdemokraten nach der Wahlschlappe 2015 das Vertrauen.

Der Zeitpunkt ist ebenfalls unerwartet. Mitten im Sommer, ohne Vorwarnung und zu einer strategisch interessanten Zeit vor der Wahl 2020. Denn der Verlust der rot-grünen Mehrheit im Gemeinderat birgt nun Konfliktpotenzial. Die Einbeziehung der Opposition wird für Rot-Grün noch wichtiger als bisher.

Was Frauenberger und Witmann angeht, so kommt man nicht daran vorbei, an eine Racheaktion zu glauben. Denn wenn es inhaltliche Hürden gegeben hätte, hätten beide schon nach dem internen Wechsel 2015 gehen müssen. Aber das Ziel, der SPÖ zu schaden ist erreicht. Und spannend wird es nun bis zur Wahl allemal.