In der Stadtliga Fuß fassen. Über die SV Schwechat.

Von Christopher Schneeweiß. Erstellt am 17. April 2019 (02:42)

Schwechats Obmann Michael Szikora möchte sich noch an den letzten Ostliga-Strohhalm klammern und glaubt an die Mini-Chance auf den Liga-Erhalt. Zumindest nach außen hin wollen die Braustädter das Kapitel noch nicht zuschlagen.

Aber heuer ist es so weit: Eine Ära von elf Jahren Regionalliga Ost wird zu Ende gehen. Der Punkteabstand zu den rettenden Plätzen ist einfach zu groß, um noch den Verbleib zu schaffen. Und ein Nicht-Abstiegswunder, wie in den beiden Jahren davor, wird es heuer nicht geben.

Die Braustädter gehen in die Wiener Stadtliga. Und dann? Vor zwölf Jahren nahmen die Schwechater nach dem Ostliga-Abstieg den sofortigen Wiederaufstieg in Angriff und hatten prompt Erfolg. Natürlich gehört der Traditionsklub über kurz oder lang in die Regionalliga. Und es sollte auch das Ziel des Vereins sein, dort wieder anzudocken. Aber nicht um jeden Preis. Die Schwechater wären wohl gut beraten, in der Stadtliga erst einmal Fuß zu fassen, noch mehr jungen Kräften die Chance zu geben und zu wachsen. Erst wenn sich ein neuer schlagkräftiger Stamm herausbildet, kann ein erneuter Ostliga-Anlauf in Angriff genommen werden. Einziger Nachtteil: So ein Projekt wird einige Jahre an Aufbauzeit verschlingen.