Ohne Druck läuft es besser. Christopher Schneeweiß über die SV Schwechat.

Von Christopher Schneeweiß. Erstellt am 23. Januar 2019 (02:27)

Die Schwechater belegten beim WFV-Hallenturnier den dritten Platz. Eine Top-Überraschung. Zum einen, weil dieses Turnier bei den Braustädter nicht unbedingt ganz oben auf der Agenda stand. Zum anderen, weil die SVS eine blutjunge Truppe aufs Feld schickte. Mit Spielern, die eher aus dem Gewässer der 1B denn aus der „Ersten“ stammen. Abgesehen von den beiden Routiniers Josip Djoja und Aleksandar Palalic natürlich.

Die Zauberformel der SVS hieß „Aufspielen ohne Druck.“ Die Braustädter konnten am Parkett frei von der Leber weg aufspielen und das brachte schlussendlich den Erfolg.

Womöglich ein Fingerzeig für die Meisterschaft. Der Dauerdruck durch das Damokles-Schwert Abstiegskampf bekam den Schwechatern im Herbst nicht gut. Und er führte zur Abwärtsspirale, aus der die Blau-Weißen nicht mehr herauskamen.

Natürlich lässt sich eine druckfreie Situation nicht auf Knopfdruck herbeiführen. Aber im Frühjahr zu versuchen, auf ,Teufel komm raus‘ zu spielen, muss die Devise sein. Wie so oft wird der Auftakt entscheidend sein. Ein, zwei voll Erfolge gleich zu Beginn könnten einen Spielrausch erzeugen, der den Abstiegskampf noch einmal spannend machen würde.