Projekt braucht noch Zeit. Über die SV Schwechat.

Von Christopher Schneeweiß. Erstellt am 23. Oktober 2019 (02:18)

Der aktuelle Befund von Schwechats Trainer Senad Mujakic sagt eines ganz klar aus: Das Wiederaufstiegsprojekt der Braustädter braucht noch jede Menge Zeit. Denn die Kicker kämpfen mit mentalen Problemen. Die „Kopfsache“ hemmt die Mannschaft auf ihrem Erfolgsweg und ist quasi ein Mitbringsel aus den letzten Ostliga-Saisonen. Die Schwechater waren es gewohnt, am untersten Tabellenzipfel ihr Dasein zu fristen. Mitunter auch ohne Klassenerhalts-Druck, weil die Stadtliga als geduldete Auswegsituation gesehen wurde.

Jetzt wird plötzlich von der Schwechater Mannschaft erwartet, dass sie ganz vorne mitspielen kann. Ein Wunderding, das man aufgrund der Qualität der Spieler zwar durchaus verlangen darf. Aber die Kicker mental auf Schiene zu bringen, das ist für Mujakic eine ganz harte Nuss. Die Wiener Stadtliga ist eben sehr starke Spielklasse. Dass die SV Schwechat dort mit „Badeschlapfn“ nicht bestehen kann, ist logisch.

Mitunter muss Mujakic im Winter frisches Blut in die Mannschaft pumpen. Von Kickern, die nicht zu 100 Prozent seinen Kurs mitfahren können, müssen sich die Schwechater gleichzeitig verabschieden. Sonst wird das Schwechater Schiff nicht jenen Kurs verfolgen können, den Mujakic eingeschlagen hat.