Stadt begradigt die Schieflage. Über das drohende Aus des Sozialmarkts in Schwechat.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 11. Dezember 2019 (03:48)

Wer sozial am Rande der Gesellschaft steht und dennoch um keine Almosen betteln will, der erledigt seinen Einkauf in einem Sozialmarkt wie jenem in Schwechat. Vor zwei Jahren lief jedoch die AMS-Förderung aus, das Land NÖ sprang für ein Jahr ein. Mit Jahresende versiegt aber auch dessen Geldhahn.

Die Sozialmärkte fürchten nun um den Fortbestand. Und mit ihnen nicht nur die rund 1.100 Besitzer einer Einkaufskarte in Schwechat, sondern auch die Angestellten. Diese sind zum Großteil Langzeitarbeitslose. Beim Betreiber Volkshilfe hofft man auf ein Umdenken bei Land und AMS.

In der Braustadt springt die Stadtgemeinde den Sozialmärkten rettend zur Seite. Sie wendet zur bereits bestehenden Förderung in Höhe von 20.000 Euro zusätzlich Geld auf. Der Beschluss fällt in der Gemeinderatssitzung am Dienstag. Ein wichtiger und richtiger Schritt, um die soziale Schieflage zu begradigen. Gerade die Schwächsten einer Gesellschaft werden allzu oft links liegen gelassen.