Steht das Geld über allem?. Benjamin Mühlbacher über undurchsichtige Personalpolitik und die Folgen.

Von Benjamin Mühlbacher. Erstellt am 05. Februar 2014 (23:59)
NOEN

Die Schwechater Tochter des französischen Konzerns Air Liquide setzt aktuell 29 Mitarbeiter an die Luft. Ein triftiger Grund für die Entlassungen ist auch bei genauerem Hinsehen nicht zu entdecken. Die Niederlassung in Schwechat hat über die Jahre immer Gewinn abgeworfen und wird jetzt dennoch zusammengeschrumpft.

Beispiele für ähnliche gewinnmaximierende Maßnahmen gibt es mittlerweile genug. Nur greifen viele Betriebe nicht direkt zu Kündigungen, sondern vollziehen den Personalabbau durch Pensionierungen.

Bei Air Liquide heißt es aus der Unternehmensführung, dass zu allererst die teuersten Mitarbeiter gehen mussten. Damit startet die Abwärtsspirale: Weniger qualifizierte Mitarbeiter für die gleiche Arbeit bedeuten auch einen Verlust der Produktionsqualität und damit eine Schädigung des Ansehens des Wirtschaftsstandortes Schwechat sowie des Unternehmens selbst.

Die Lokalpolitik kann noch so viel für die Wirtschaft in der Stadt tun, wenn internationale Konzerne gegen sie arbeitet, ist sie chancenlos.