Transparenz oft nur Schlagwort. Andreas Fussi über 100 Tage Bürgermeister Gerhard Frauenberger in Schwechat.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 13. März 2014 (23:59)
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Seit vergangenem Mittwoch ist Gerhard Frauenberger als neuer SPÖ-Bürgermeister von Schwechat 100 Tage im Amt. Er trat mit dem Anspruch an, offen, ehrlich und transparent agieren zu wollen. Die Aufarbeitung des Finanzdilemmas der Stadt kostet ihn viel Zeit und Kraft. Aber Frauenberger ist nicht zu bemitleiden, er hat sich das Amt selbst ausgesucht. Hoch anzurechnen ist ihm, dass er die Opposition in die Ausarbeitung der Stellungnahme zum Rechnungshofbericht eingeladen hat. Aber nicht alles, was er an Transparenz versprach, ist ihm geglückt.

Das Areal beim Spielplatz Mappesgasse zu verkaufen, um Platz für Wohnungen zu schaffen, löste einen Riesenprotest aus. Ebenso das Vorhaben, den Jugendverein friends2000 aus der VS Rannersdorf zu drängen. Dazu kommt die in der Bevölkerung zwar begrüßte Einstellung der Unterstützung für das Institut CEIT, aber auf eine Art, die nicht durch Offenheit geprägt war. Und auch das klammheimliche Zusperren der Stadt-Galerie zeugt von wenig Fingerspitzengefühl.