Unschuldig vs. schuldlos

über den Prozess in der Causa Multiversum.

Erstellt am 24. November 2021 | 05:27

Blauäugigkeit, Dilettantismus und vermutlich ein wenig Selbstüberschätzung – das alles dürfte bei der Entstehungsgeschichte des Multiversum eine Rolle gespielt haben. Ob allerdings auch strafrechtlich relevante Handlungen erfolgt sind, das wird derzeit am Wiener Landesgericht geklärt.

Der Prozess wird noch bis Anfang 2022 dauern. Die zwölf Angeklagten müssen sich wegen mutmaßlichen Förderbetrugs, Untreue und schweren Betrugs verantworten. Allesamt bekennen sie sich nicht schuldig. Doch unschuldig bedeutet nicht schuldlos.

Die Explosion der Baukosten von 28 auf 42 Millionen Euro ist eine Tatsache. Ebenso der aufgrund der millionenschweren Haftungs- und Schuldenlast notwendige Sparkurs ab 2013. Und dafür tragen Schwechats damalige Entscheidungsträger die Verantwortung – wenn auch vorerst lediglich auf politisch-wirtschaftlicher Ebene.