Wohnungen statt Träumereien. Andreas Fussi über den Verkauf der Schwechater Körnerhalle.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 16. September 2014 (15:33)

Die Körnerhalle gehört für viele zur Identität der Stadt wie das Schwechater Bier. Seit der Eröffnung des Veranstaltungszentrums Multiversum hat die alte Halle aber ausgedient.

Das war 2011 und seitdem steht sie leer. Jetzt wurde im Gemeinderat der Verkauf besiegelt. Um 1,5 Millionen Euro geht die Halle samt Wohnhaus an eine niederösterreichische Wohnbaugenossenschaft. Die Körnerhalle wird abgerissen und stattdessen entstehen bis zu 60 neue Wohnungen. Unter dem Blickwinkel, dass die Stadt dringend Geld benötigt, macht der Verkauf Sinn.

Mit dem Verkauf zerplatzen aber auch so manche Träumereien über die Zukunft der altehrwürdigen Halle. Was gab es da nicht alles für Pläne – von einem Kulturzentrum angefangen, mit Auftrittsmöglichkeiten für lokale Bands, bis zu einem Ärztezentrum oder einer Tagesklinik. Die Errichtung von Wohnungen ist so gesehen die langweiligste Lösung – weil die Stadt durch die Verschuldung ihren finanziellen Spielraum für kreative Lösungen verbaut hat.
 

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