Schwadorf: Drei Maschinen gingen in Flammen auf

Nächtlicher Brandeinsatz für die Schwadorfer Feuerwehr am Dienstag. Ein zufällig vorbeifahrender Autofahrer hatte das Feuer am Werksgelände der Firma Lengel entdeckt.

Erstellt am 20. Januar 2021 | 14:48
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Foto: Screenshot/FF Schwadorf

Als "Glück im Unglück" bezeichnet Stefanie Lengel gegenüber der NÖN die Tatsache, dass der Brand am Kompostwerk-Gelände Dienstagnacht eher zufällig entdeckt wurde. Ein vorbeifahrender Autofahrer bemerkte das Feuer und setzte um 1.16 Uhr den Notruf ab*. Bis dahin hatten die Flammen laut der Firmenchefin schon rund eine Stunde gewütet - wegen des Lockdowns ist um diese Zeit normalerweise kaum jemand unterwegs. 

Nach der Alarmierung ging es dann schnell. Die Schwadorfer Feuerwehr rückte umgehend aus, drei Maschinen standen am Werksareal in Vollbrand. Der Brand-Sachverständige des Landeskriminalamts NÖ vermutet, dass das Feuer in einer der Maschinen ausgebrochen ist und dann auf die anderen zwei Geräte übergegriffen hat. 

Drei Feuerwehren mit 45 Mann im Einsatz

Der starke Wind und vor allem die fehlende Wasserversorgung vor Ort, außerhalb der Ortsgebiete gibt es keine Hydranten, stellten die Kameraden vor große Herausforderungen. "Daher haben wir die Feuerwehren aus Rauchenwarth und Kleinneusiedl sofort dazu alarmiert. Mit den Tanklöschfahrzeugen haben wir für einen Pendelverkehr mit Löschwasser gesorgt", berichtet Schwadorfs Kommandant Wolfgang Niederauer im NÖN-Gespräch. 

Nach rund einer Stunde konnte "Brand aus" gegeben werden. In Summe waren rund 45 Mann mit acht Fahrzeugen im Einsatz. Die Nachlöscharbeiten sollten jedoch noch bis kurz vor 4 Uhr dauern. Bis die Schwadorfer Feuerwehr nach notwendigen Abschlussarbeiten wieder einsatzbereit war, dauerte es bis etwa 4.50 Uhr.

"Pech" gleich zum Jahresbeginn

Die Auswirkungen des Brandes wird die Firma Lengel noch einige Zeit begleiten. Trotz des Pechs gleich zum Jahresbeginn, sieht Geschäftsführerin Stefanie Lengel ihr Unternehmen gut aufgestellt. Den Ausfall der drei abgebrannten Maschinen kann intern ersetzt werden. "Wir haben zum Glück mehrere Maschinen dieser Art", erläutert sie.

Der Betrieb ist gesichert, zudem ist man versichert. Dennoch wird vermutlich vorübergehend ein zusätzliches Gerät angemietet. Denn die Wartelisten bei den Maschinenherstellern ist lang - das liege auch an der von der Regierung ausgegebenen Investitionsförderung. "Die Lieferzeiten liegen schon normalerweise bei einem halben Jahr, jetzt sind wir wahrscheinlich bei einem dreiviertel Jahr", erzählt Lengel.

*Anmerkung: In der ersten Artikel-Version wurde berichtet, dass eine zufällig vorbeifahrende Polizeistreife den Brand entdeckt hat. Das stellte sich jedoch als falsch heraus. Die Redaktion bedauert den Irrtum.