Schwechat: Von der Straße ins Jugendzentrum. Stadtrat Marco Luksch (SPÖ) will Jugendarbeit auf breitere Beine stellen – im Zentrum steht „Das Schwechater“.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 06. Januar 2021 (05:13)
„Das Schwechater“ soll, wie in der ursprünglichen Nutzung vorgesehen, als Jugendzentrum geführt werden.
Burggraf

Die Jugend ist die Zukunft – ein oft zitierter Satz in der Politik. Doch Worte und Taten gehen nicht immer synchron. In Schwechat ist man sich bewusst, dass in diesem Bereich mehr gehen könnte. Ein erster Schritt aus Sicht der SPÖ-Alleinregierung war die Etablierung eines eigenen Jugendressorts – mit dem Vorsitzenden der Jungen Generation der SPÖ (JG), Marco Luksch, als zuständigem Stadtrat an der Spitze.

Nun sollen weitere Maßnahmen folgen. Unter dem Slogan „Vision für die Jugend“ arbeitet Luksch gemeinsam mit der Rathausverwaltung an einem zukunftsträchtigen Konzept. An etablierten Einrichtungen wie der Sozialpädagogischen Beratungs- und Betreuungsstelle SOPS oder dem Kinderferienspiel wird nicht gerüttelt. Änderungen wird es hingegen in der Jugendarbeit geben. Diese baute in den vergangenen Jahren ausschließlich auf den mobilen Streetworkern auf. Gestellt werden die Mitarbeiter vom Regionalentwicklungsverein Römerland Carnuntum, die Gesamtkosten belaufen sich derzeit auf rund 72.000 Euro pro Jahr. In Zukunft soll „Das Schwechater“ in der Wiener Straße wieder wie früher als Jugendzentrum genutzt werden. Dafür wird der derzeitige Hauptnutzer SOPS in die Sendnergasse umziehen.

„Wir sind mitten in der Konzepterstellung“, betont Luksch. Ein paar Ideen gibt es schon, bis April soll das Konzept fertig sein und danach dem Gemeinderat vorgelegt werden. „Wir wollen ein vielfältiges Programm bieten, um viele verschiedene Gruppen anzusprechen. Die Jugendlichen sollen sich wohlfühlen und das Jugendzentrum soll helfen, dass sie sich mit Schwechat identifizieren“, umreißt der SPÖ-Stadtrat seine Vision. Weitere Inputs will er sich bei Best-Practice-Beispielen in Wien oder Wolkersdorf holen. Teil des Gesamtkonzepts sind auch eigene Jugendplätze – „wo sie auch einmal lauter sein dürfen“, hält Luksch fest.

Für das Jugendzentrum steht 2021 ein eigenes Budget von 55.500 Euro zur Verfügung. Neben den Mietkosten für das (gemeindeeigene) „Das Schwechater“ sind darin auch Neuausstattungen beim Inventar oder etwa WLAN inkludiert. Die mobile Jugendarbeit wird es weiterhin geben, allerdings soll sich der Schwerpunkt zum Jugendzentrum verlagern. Dafür stellt das Römerland vier Betreuer und Jugendabteilungsleiter Thomas Tatosa als Koordinator bereit.

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