Also doch: es war Brandstiftung. Der Brand eines leerstehenden Wohngebäudes in Lanzendorf am Ostersonntag war kein Zufall. Die Polizei ermittelt und untersucht den Fall unter dem Tatbestand der Brandstiftung weiter.

Von Peter Gerber Plech. Erstellt am 12. April 2021 (09:46)
Der Blick von oben auf die Löscharbeiten am teilweise geöffneten Dach des betroffenen Objekts.
Usercontent, Freiwillige Feuerwehr Schwechat

An Ostern standen an der Feldgasse 4 rund 70 Feuerwehrleute aus fünf Wehren im Einsatz, NÖN.at berichtete:

Nach den Ermittlungen der Brandursache  liegen erste Erkenntisse der Landespolizeidirektion St. Pölten vor. "Wir müssen von einer Brandstiftung ausgehen. Der Brand dürfte fahrlässig oder vorsätzlich gelegt worden sein", sagt Pressesprecher Heinz Holub auf Anfrage. 

Die zur Brandermittlung eingesetzten Hunde hätten zwar keinen Einsatz von Brandbeschleuniger erschnüffelt, dennoch müsse von einer Brandstiftung ausgegangen werden, erklärt Holub weiter. Der Stromkreis im leerstehenden Gebäude war schon länger unterbrochen, so dass ein Kurzschluss oder Ähnliches schon früh hatte ausgeschlossen werden können.

Ein Indiz für den Tatbestand der fahrlässigen oder vorsätzlichen Brandstiftung sei auch, dass der Brand offenbar an zwei Stellen unter dem Dach des leerstehenden Gebäudes ausgebrochen sei. Die gesammelten Spuren würden derzeit labortechnisch weiter untersucht und auch die Ermittlungen würden in diesem Fall fortgesetzt, sagt der LPD-Pressesprecher weiter.

Ein möglicher Zusammenhang zum Brand einer sich in der Nähe des betroffenen Gebäudes befindenden ehemaligen Hühnerzucht in der Nacht von Ostern auf Ostermontag des Jahres 2020 hat bisher nicht hergestellt werden können.