Die SPÖ bleibt bei Hort-Abholzeiten hart. Antrag von ÖVP und FPÖ für eine 14-Uhr-Variante im Ausschuss abgelehnt. Abholzeiten bleiben – vorerst – unverändert.

Von Peter Gerber Plech. Erstellt am 27. Oktober 2019 (04:23)
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Hortleiterin Bettina Nemeth-Maier und Markus Schmeidl, Leiter des Volksschulausschusses.
Schmeidl

Im Seilziehen um die Abholzeiten im Volksschulhort hat sich die SPÖ im Schulausschuss durchgesetzt. Ein 4:4 bei der Abstimmung hat letztlich dazu geführt, dass ein von ÖVP und FPÖ eingebrachter Antrag auf die Wiedereinführung der 14-Uhr-Abholzeit abgelehnt worden ist (

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„Es ist nicht der richtige Zeitpunkt. Wir müssen auch die Wirtschaftlichkeit einer etwaigen Veränderung im Auge behalten“, sagt Markus Schmeidl, Leiter des Volksschulausschusses und SPÖ-Gemeinderat in Lanzendorf, auf Anfrage der NÖN. „Eine zusätzliche Variante bei den Abholzeiten würde höhere Kosten für die Eltern auslösen.“ Zudem sei der Bedarf nicht in dem Maße gegeben, dass eine zusätzliche Abholzeit notwendig wäre. Sollte sich der Bedarf ändern oder die sich noch in der Auswertung befindende Umfrage ein entsprechendes Resultat ergeben, würde man sich einer Veränderung aber nicht verschließen, ergänzt der Volksschulausschuss-Vorsitzende.

Es ist nicht der richtige Zeitpunkt. Wir müssen auch die Wirtschaftlichkeit im Auge behalten.“ Schulausschuss-Vorsitzender Markus Schmeidl (SP)

Keine Freude über die Ablehnung herrscht logischerweise bei den Antragstellern ÖVP und FPÖ. Bei einer der nächsten Ausschusssitzungen soll die (zu) große Flexibilität – Eltern wechseln innerhalb des laufenden Semesters zwischen den Abholvarianten – geprüft werden.

Diese Flexibilität, so die Vertreter von Volkspartei und Freiheitlichen, verursache großen administrativen Aufwand und eben auch Kosten. „Wenn wir dort die Kosten reduzieren können, dann ist die 14-Uhr-Variante aus meiner Sicht noch nicht vom Tisch“, hält ein Ausschussmitglied gegenüber der NÖN fest.