Verkehrschaos: „Kiss & Go“-Zone soll erste Lösung sein. Neuer Schulausschuss-Obmann Markus Schmeidl setzt auf sichere Bereiche für Zu- und Aussteigen.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 07. November 2018 (05:26)
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Situationen wie diese sind in der Schulgasse alltäglich.
privat

Kurz vor 7.45 Uhr herrscht vor der Lanzendorfer Volksschule täglich Chaos. Der Grund ist simpel: Zu viele Eltern wollen ihre Kinder am liebsten direkt vor dem Eingang aus dem Auto aussteigen lassen. Doch die Schulgasse ist für derart viele Fahrzeug nicht konzipiert. Zudem wäre aufgrund der Fahrbahnbreite parken gar nicht erlaubt, in der Praxis ist eine Spur aber immer zu.

Die Gemeindevertreter aus der Standortgemeinde Lanzendorf und dem Nachbarort Maria Lanzendorf, dessen Kinder ebenfalls dort zur Schule gehen, sind sich bewusst, dass hier ein enormes Gefahrenpotenzial herrscht. Eine Lösung konnte im zuständigen Schulausschuss aber noch nicht gefunden werden. Der neue Obmann Markus Schmeidl hat sich nun genau das zum Ziel gesetzt. Der Lanzendorfer SP-Gemeinderat folgte als Mandatar sowie als Obmann auf Rudolf Schriefl, der im Sommer ins Burgenland zog und im Zuge dessen all seine politischen Funktionen zurücklegte.

Schmeidl: „Auf Initiative von Bürgermeisterin Silvia Krispel und mir fand eine Verkehrsverhandlung vor Ort statt. Im Zuge dieser wurde eine ‚Kiss & Go‘-Zone entlang der B11 vor der Mittelschule bei der Bezirkshauptmannschaft Bruck beantragt und bewilligt.“

"Es ist gut, dass sich etwas tut"

Die Umsetzung soll bereits in den kommenden Tagen starten. Damit sei der erste Schritt zu einer Verkehrsberuhigung in der Schulgasse gesetzt. „Weitere Maßnahmen werden noch geprüft“, hält Schmeidl fest.

Das sich der neue Ausschuss-Chef dem Verkehrsproblem annehmen will, freut den Maria Lanzendorfer VP-Gemeinderat Stephan Roth. „Es ist gut, dass sich etwas tut“, betont er. Roth fordert bereits seit Längerem eine Lösung. Allerdings hält er auch die „Kiss & Go“-Parkplätzen für nicht ideal. „Das wäre nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, es gehört eine Gesamtlösung her“, unterstreicht Roth im Gespräch mit der NÖN. Und diese heißt für seine VP-Fraktion: ein temporäres Fahrverbot vor Schulbeginn zwischen 7.15 und 7.45 Uhr. „Natürlich müsste dieses Fahrverbot von der Polizei kontrolliert werden“, betont er.

Davon ist jedoch Schmeidl nicht begeistert. „Das löst das Problem nicht“, ist er überzeugt. Der Lanzendorfer Schulausschussobmann will eine Lösung mit allen Beteiligten – über alle Parteigrenzen hinweg, mit den Eltern und den Anrainern.

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