Erstellt am 03. Oktober 2012, 00:00

Lebendige Kommunikation. Vernissage / Vergangene Woche wurde im Gemeindezentrum die Ausstellung von Paul Gith, „Die Fenster von Marienthal“ eröffnet.

Der Künstler Paul Gith vor einem seiner Werke.Jopie Den Dulk  |  NOEN
Von Jopie Den Dulk

GRAMATNEUSIEDL /  Anlässlich des einjährigen Bestehens des ‚Museum Marienthal‘ haben der Kulturverein Museum Marienthal-Gramatneusiedl, das Archiv für die Geschichte der Soziologie in Österreich und die Marktgemeinde Gramatneusiedl zu dieser berührenden Ausstellung eingeladen.

Hier melden sich ganz besondere Zeitzeugen zu Wort, um einen Raum für Vergangenes zu schaffen, aber auch die Idee der Sorglosigkeit zuzulassen. Möglicherweise können diese aussagekräftigen Bilder von Paul Gith wieder von der Aktualität eingeholt werden. Die Bilder, vorwiegend Kohlezeichnungen, würden als Gesamteindruck Bitternis und Tristesse beim Betrachter hervorrufen, würde da nicht mittendrinn das farbliche Element (Aquarell) versöhnlich und fast heiter einen Hoffnungsschimmer aufzeigen. Wo Schatten ist, da ist auch Licht. Es kommt eben auf die Betrachtungsweise an.

Bei seinen gelegentlichen Fahrten durch Marienthal, haben den in Perchtoldsdorf lebenden Künstler unter anderem die desolaten Fenster zu diesem besonderen Projekt inspiriert. Paul Gith zu seinen Werken: „Fenster sind die Augen des Hauses, Kommunikationskanäle, die durchlässig sind für neugierige Blicke, von innen nach außen und umgekehrt. Und manchmal ist ein schmutziger Vorhang, vom Wind durch die zerbrochene Scheibe gezerrt, ein symbolträchtiges Bild für inneres Leben auf der Suche nach dem unwahrscheinlichen Kontakt mit der Umwelt. Vielleicht bleibt die Erinnerung - eine indirekte Kommunikation mit der Geschichte.“