AG34er-Haus soll Teil der Landesausstellung werden. Die Ziegelindustrie prägte die Geschichte Leopoldsdorfs. Diese soll nun aufgearbeitet werden. Das Konzept steht bereits.

Von Nicole Frisch. Erstellt am 10. April 2018 (11:19)
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Im Erdgeschoss des AG34er-Hauses wird sich eine Ausstellung mit der Geschichte Leopoldsdorfs beschäftigen. In früheren Zeiten war der markante Ziegelbau in der Schulgasse im Ortskern von Leopoldsdorf Unterkunft von Arbeitern der Ziegelindustrie.

Als in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Ziegelindustrie begann, sich in Leopoldsdorf anzusiedeln, lebten hier gerade einmal rund 260 Einwohner. Die Ansiedlung der Ziegelindustrie brachte ein Bevölkerungswachstum mit sich und prägte die Gemeinde maßgeblich. Diese Geschichte soll nun aufgearbeitet werden.

Als Anlass dafür wird die NÖ Landesausstellung 2019 „Welt in Bewegung – Stadt. Geschichte. Mobilität“ genommen. Diese hat ihr Zentrum zwar in Wiener Neustadt, ein Schwerpunkt wird allerdings auch der Wiener Neustädter Kanal sein – und dieser durchzieht auch Leopoldsdorf.

Highlight des Leopoldsdorfer Beitrages wird auch Schiffkanal sein

Über den Wiener Neustädter Kanal wurden die Ziegel nach Wien transportiert. In der Marktgemeinde ist dieser heute nicht mehr wasserführend. Lediglich beim Schiffkanal sind Überreste noch deutlich sichtbar. Zusammen mit dem AG34er-Haus wird der Schiffkanal das Highlight des Leopoldsdorfer Beitrags bilden.

„Das Konzept steht bereits“, sagt VP-Bürgermeister Fritz Blasnek. Im Erdgeschoss des AG34er-Hauses ist eine Ausstellung geplant, die sich mit der Ziegelindustrie auseinandersetzt. So werden unter anderem Modelle des Ringofens sowie des Schiffkanals zu sehen sein. Unterstützung bei dem Projekt bekommt die Gemeinde vom Wiener Ziegelmuseum in Penzing sowie der Firma Wienerberger. „Im Arbeiterwohnhaus werden wir eine Wohnung so einrichten, wie sie ausgesehen hat, als Ziegelarbeiter darin lebten“, lässt Blasnek wissen.