Auf Diebstahl-Tour im Nobelschlitten. Serbe (30) nimmt Wohnungseinbrüche auf seine Kappe und will von Diebestouren im Jaguar mit einem Komplizen nichts wissen.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 22. Februar 2017 (05:33)
NOEN, Erwin Wodicka (Erwin Wodicka)

„Ich wollte in Österreich nur Geld verdienen, und zwar mit ehrlicher Arbeit“, erklärt der 30-jährige Serbe vor Gericht. Er habe aber nur kurzfristige Gelegenheitsjobs gefunden und dann sei ihm das Geld ausgegangen. „Ich brauchte Geld für die Heimreise“, beteuert er, dann gibt er drei Wohnungseinbrüche (Beute: Goldmünze und Schmuck im Wert von über 2.000 Euro) in Leopoldsdorf zu.

Zum entkommenen Einbruchskumpan befragt, schweigt der 30-Jährige eisern und beteuert, alleine am Werk gewesen zu sein.

„Bei einem Einbruch wurden Sie ertappt. Ein Zeuge sah zwei Männer flüchten. Auch bei dem Einbruch, bei dem Sie erwischt und verhaftet wurden, entkam eine Person“, entgegnet Richterin Xenia Krapfenbauer. Der Serbe bleibt dabei und will die Einbrüche alleine durchgeführt haben. Er will auch nicht mit dem in der Nähe des Tatortes geparkten Jaguar gekommen sein.

„Ihre Fingerabdrücke wurden im Fahrzeuginneren gefunden und auch ein Teil er Beute“, hält die Richterin dagegen. Er habe im Weglaufen nur die Beute hineingeworfen, erklärt der Angeklagte und beteuert beharrlich, als Solist agiert zu haben.

„Zufällig stand der Jaguar in der Nähe des Tatortes, zufällig war er nicht versperrt und Sie konnten die Beute deponieren. Als Angeklagter können Sie sagen was Sie wollen, nur glauben muss ich es auch“, kommentiert die Richterin die Aussagen harsch und verhängt über den Serben eine 18-monatige Gefängnisstrafe.