Ex-SP-Chef bei Bürgerliste

Die Bürgerliste tritt mit 36 Kandidaten an. Darunter auch Herbert Porstendörfer.

Erstellt am 18. Dezember 2019 | 06:00
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Helmut Syrch, Herbert Porstendörfer und Thomas Giselbrecht 
Helmut Syrch, Herbert Porstendörfer und Thomas Giselbrecht 
Foto: privat, Burggraf, Frisch

36 Kandidaten treten für die Bürgerliste bei der kommenden Gemeinderatswahl an. Darunter bekannte Gesichter, Quereinsteiger und auch zwei „Überraschungskandidaten“, wie sie Obmann und Spitzenkandidat Helmut Syrch bezeichnet. Zum einen Ex-Profi-Fußballer Marcus Pürk (die NÖN berichtete), zum anderen der ehemalige SP-Vorsitzende Herbert Porstendörfer.

„Wir haben in den letzten Jahren im e5-Team zusammengearbeitet. In mehreren Gesprächen hat sich ergeben, dass wir das selbe Ziel haben“, erklärt Syrch Porstendörfers Engagement bei der Bürgerliste. Porstendörfer will sich vor allem bei den Themen Umwelt und Verkehr einbringen.

Thomas Giselbrecht, Spitzenkandidat der SP, hätte Porstendörfer gerne auf der eigenen Liste gehabt. Gespräche dazu wären aber nie zustande gekommen. „Es ist jedem freigestellt, wo er kandidiert“, betont Giselbrecht.

"Ich sehe mehr Möglichkeiten, wenn ich die Bürgerliste unterstütze"

Warum Porstendörfer sein Polit-Comeback bei der Bürgerliste und nicht bei der SP plant? „Ich sehe mehr Möglichkeiten, wenn ich die Bürgerliste unterstütze“, hält er im Gespräch mit der NÖN fest. Zudem seien bei der SP nach wie vor Leute aktiv, die 2015 zu Zerwürfnissen innerhalb der Partei und dem Ausscheiden Porstendörfers aus der Politik geführt haben. Seine Kandidatur für die Bürgerliste soll jedoch nicht als Kandidatur gegen die SP aufgefasst werden.

In den Wahlkampf will die Bürgerliste mit jenen Themen gehen, die die Gemeinde in den kommenden Jahren meistern müsse. So soll unter anderem das Wachstum der Gemeinde gebremst, Grünräume geschützt oder die Verkehrsbelastung reduziert werden.

Das Team rund um Syrch will nach der Wahl aber auch konkrete Projekte umsetzen. Ein Mehrzweck-Gemeindesaal wird schon lange gefordert, ebenso die Live-Übertragung von Gemeinderatssitzungen und ein Eltern-Kind-Zentrum. „Wir wollen die Alleinherrschaft in der Gemeinde beenden und einen neuen Stil und ein neues Miteinander einführen“, benennt der Spitzenkandidat das Ziel für den 26. Jänner. Derzeit hält die ÖVP mit zwölf von 25 Mandaten die Stimmenmehrheit, die Bürgerliste liegt bei sieben. Eine Zusammenarbeit mit allen Fraktionen sowie die Einbeziehung der Bevölkerung wird angestrebt.