Mit gestohlenem Pkw Unfall gebaut. Rache am „Stief-Großvater“. Quintett wollte Fahrzeug im Ausland verscherbeln.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 09. Juni 2019 (04:30)
Symbolbild

Ein Maria Enzersdorfer schlägt in der Früh Alarm. Sein BMW steht nicht mehr in der Tiefgarage der Wohnhausanlage. Nicht nur das Auto fehlt, auch diverse Ersatzschlüssel sind nicht auffindbar. Der Verdacht fällt auf den Enkel des Zulassungsbesitzers. Volltreffer. Der junge Vösendorfer zeigt sich geständig. Als Motiv führte er an, dass er seinem Stief-Großvater schaden wollte.

Der Fall nimmt jedoch abenteuerliche Formen an. Direkt nach dem Diebstahl fährt der Enkel zur „Pyramide“, um sich mit seinen Freunden, unter anderem einem Leopoldsdorfer und einem Afghanen zu treffen. Der BMW soll in Tschechien zu Barem gemacht werden. Aus dem geplanten Deal wird nichts, die Verdächtigen kehren nach Österreich zurück. Der Mödlinger übergibt die Autoschlüssel an den Afghanen, der in Wiener Neudorf im Fahrzeug schläft.

Am nächsten Tag setzt sich der Leopoldsdorfer hinters Steuer und baut am SCS-Nordring einen Unfall. Zurück in Wr. Neudorf wird der Afghane von Kriminalbeamten geschnappt. Der Leopoldsdorfer steigt aufs Gas, rast davon und kann erst auf der A2 gestoppt werden. Der Afghane wird in die Justizanstalt Wr. Neustadt eingeliefert, die anderen Verdächtigen angezeigt.