Polit-Ärger um Kostenexplosion bei Landesausstellung. Statt der budgetierten 90.000 Euro fallen nun 161.000 Euro an. Bürgerliste und SP üben Kritik an den Mehrkosten.

Von Nicole Frisch. Erstellt am 27. November 2019 (06:14)
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 „Es ist eine komische Geschichte, dass wir als Gemeinderat nicht über die Kostenüberschreitung informiert wurden“, hält Bürgerlisten-Obmann Helmut Syrch fest. Konkret geht es um die Kosten für den Beitrag der Marktgemeinde zur NÖ Landesausstellung. Anstatt der budgetierten 90.000 Euro scheinen im Nachtragsvoranschlag nun 161.000 Euro auf. „Die Planung war nicht gut, sonst kommt es nicht zu einer solchen Überschreitung“, übt auch SP-Fraktionsvorsitzende Andrea Scharf Kritik.

VP-Bürgermeister Fritz Blasnek führt diese Mehrkosten in Höhe von 71.000 Euro darauf zurück, dass bei der Sanierung des AG34-Hauses, in dem die Ausstellung zur Ortsgeschichte war, auf Nachhaltigkeit geachtet wurde und somit auf teureres Material gesetzt wurde. „Viele Kleinigkeiten haben zu den Mehrkosten geführt“, betont Blasnek. Er rechnet aber damit, dass sich die Kosten durch Zurechnung der Einnahmen auf 50.000 Euro reduzieren werden.

Für Scharf wäre es zwar gerechtfertigt, wenn für die Sanierung des Hauses mehr Kosten anfallen. Aber: „So etwas muss transparenter kommuniziert werden.“ Bürgerliste und SP kritisieren, dass es weder einen Beschluss über die Mehrkosten gibt, noch wurde der Gemeinderat darüber informiert. „Wenn ich das nicht aufgedeckt hätte, wäre nie darüber gesprochen werden“, so Syrch. Blasnek begründet dies damit, dass er die Entscheidungen schnell treffen musste, um den Zeitplan einzuhalten. „Wenn man Entscheidungsträger ist, kann man nicht immer warten“, unterstreicht er.