Schwechat: Leere Kirchen, aber dennoch nicht ungehört. Schwechat ist eine jener Pfarren, die ihre Messen auf Facebook streamen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 01. April 2020 (05:45)
Schwechats Pfarrer Werner Pirkner bei einer Live-Messe.
Screenshot Facebook

„Es ist schon schön, wenn man in Gemeinschaft den Gottesdienst feiern kann. Das trägt auch den Priester“, sehnt sich Schwechats Pfarrer Werner Pirkner nach einer vollen Kirche. Derzeit muss der Gottesmann vor leeren Rängen predigen, lediglich eine zweite Person darf sich aufgrund der Corona-Vorgaben der Bundesregierung in der Kirche aufhalten. Sie kümmert sich um die Technik, damit der Gottesdienst dennoch gehört werden kann. Und zwar per Live-Stream auf Facebook.

„Über 100 Gläubige haben beim ersten Mal teilgenommen“, ist Pirkner erfreut. Das wären zwar etwas weniger als bei einer Messe in der Kirche, aber dennoch eine „schöne Zahl“. Letztlich sei es nicht das Gleiche wie eine Messe vor vollen Bänken, aber „besser als nichts“, resümiert der Pfarrer aus der Braustadt. Und: „Es ist ein Experiment aus der Not heraus, das uns hoffentlich durch diese schwere Zeit führt.“

Schwechat ist übrigens nicht die einzige Pfarre, die Live-Messen anbietet. Unter anderem hält auch Wolfgang Berger, Pfarrmoderator in Puchberg und Grünbach im Bezirk Neunkirchen, sogenannte „Online-Messen“ ab. „Erste Reaktionen waren sehr positiv“, so Dechant Berger, der via Facebook auch Fürbitten sammelt.

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