Brigitte Krenn: „Nach der Wahl hat Idee in mir gegärt“. Die (Noch-)Vizebürgermeisterin Brigitte Krenn verzichtet auf ihr Mandat im Schwechater Gemeinderat. Ihr folgt der Jung-Grüne Max Lang.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 26. Februar 2020 (04:57)
Brigitte Krenn mit ihrem „Nachfolger“ Max Lang. Der 20-Jährige ist Sprecher der Jungen Grünen in Schwechat.
privat

„Ich war nie eine Sesselkleberin“, betont Brigitte Krenn. Die noch bis zur konstituierenden Sitzung des neuen Gemeinderates am kommenden Montag amtierende Vizebürgermeisterin wird ihr Mandat nicht annehmen. Sie scheidet damit nach 20 Jahren freiwillig aus der Gemeindepolitik aus – bei der Wahl im Jänner war Krenn noch für die Grünen auf Platz zwei der Kandidatenliste angetreten.

„Nach der Wahl hat die Idee in mir gegärt. Ich wollte nicht in den selben Trott“, erklärt sie im NÖN-Gespräch. In der Gemeindepolitik habe es viele „positive Aspekte“ gegeben. Krenn nennt etwa die „schöne Zusammenarbeit mit Verwaltung oder Stadtgärtnerei“ und den Kontakt zu den Bürgern.

Nicht vermissen wird die Schwechaterin allerdings „den ewigen politischen Streit“. „Bei den Grünen hat immer alles gepasst, ich meine den externen“, ergänzt sie. Sie sei eben ein sachbezogener Mensch. Ganz wird sie der Kommunalpolitik aber nicht den Rücken kehren. „Ich bleibe im Vorstand der Grünen in Schwechat und im niederösterreichischen Landesausschuss. Dort strebe ich wieder ein Mandat an“, lässt die 56-Jährige wissen. Dass sie nun nicht mehr Teil des täglichen Polit-Radls ist, sei „schon eine Erleichterung“.

Voller Einsatz für „Plattform gegen die 3. Piste“

„Es beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt, das ist auch spannend“, betont Krenn. Aufgaben hat die baldige Ex-Vizebürgermeisterin dennoch genug: So will sich die Schwechaterin wieder verstärkt ihrer Funktion als Obfrau der „Plattform gegen die 3. Piste“ , die mehrere Bürgerinitiativen umfasst, widmen. Oder ihrer Tätigkeit als Geschäftsführerin des Schwechater Weltladens.

„Ziel ist natürlich, mehr Umsatz zu machen“, hält sie fest. Durch ihren Mandatsverzicht rückt Max Lang in das grüne Gemeinderatsteam auf. Der 20-Jährige ist Sprecher der Jungen Grünen und will vor allem der SPÖ-Alleinregierung auf die Finger schauen. „Frischen, jugendlichen Wind braucht es gerade in solchen Situationen, und: Kontrolle, Kontrolle, Kontrolle.“