Ausgerastet: Fahrer trat auf Wagen ein. 27-Jähriger bedrängte vor ihm fahrenden Lenker und zuckte nach Überholmanöver aus – fünf Monate Bewährung.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 19. August 2018 (05:41)
APA/dpa/Marcus Führer
Vor dem Überholmanöver klebte der Fischamender (27) dem vor ihm fahrenden 53-Jährigen an der Stoßstange.

„Er klebte mir an der Stoßstange, betätigte immer wieder die Lichthupe und bedrängte mich. Nach einem Überholmanöver bremste er abrupt ab und ich hatte alle Hände voll zu tun, nicht ihn das Auto zu krachen. Dann stellte er sich noch quer und blockierte meine Weiterfahrt. Als er ausstieg, machte ich mich schon auf einiges gefasst. Aber ich hatte nicht damit gerechnet, dass er gegen die Seitenwand meines Wagens tritt und dann noch mich schlagen will. Ich blieb unverletzt, weil ich ausgewichen bin“, schildert das 53-jährige Opfer die Begegnung mit einem Verkehrsrowdy in Mannswörth. „Als ich ausstieg, um meinem Freund zu helfen, hörte ich noch, wie er von dem aggressiven Mann mit dem Umbringen bedroht wird“, ergänzt die Beifahrerin (53) die Schilderung.

„Ich habe ihn nicht berührt oder bedroht. Ich habe mich verfolgt gefühlt“, entgegnet der Beschuldigte, ein 27-Jähriger aus Fischamend. Er räumt lediglich ein, auf den Wagen hingetreten zu haben. Er ist bereit, den Schaden in Höhe von 2.500 Euro zu zahlen.

„Wer bei der Begegnung aggressiv war, zeigt der Tritt gegen den Wagen“, kommentiert der Richter und glaubt die Opfer-Version. Er verhängt über den wenig Einsicht zeigenden 27-Jährigen wegen Nötigung, Sachbeschädigung, gefährlicher Drohung und versuchter Körperverletzung fünf Monate auf Bewährung. Mahnende Richterworte zum Abschluss: „Wenn Sie sich im Straßenverkehr nicht ordentlich verhalten, sitzen Sie das nächste Mal.“ Rechtskräftig.