Kein Bankomat mehr nach Sprengung. Für Nahversorger-Betreiber Anton Bader ist nach neuerlichem Sprengversuch das Thema „Geldautomat“ Geschichte.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 03. Januar 2019 (05:00)
Burggraf
Wo einst das Bedienungsfeld des Bankomaten war, ist derzeit nur eine Holzabdeckung angebracht.

„Die Polizei geht davon aus, dass es sich um die gleichen Täter handelt“, seufzt Anton Bader im NÖN-Gespräch. Für den Betreiber des „Nah & Frisch“-Marktes bedeuten die zwei Bankomat-Sprengungen innerhalb von nur fünf Wochen viel Aufwand für nichts.

Denn wie schon beim ersten Versuch im November gingen die unbekannten Täter auch in der Nacht vom 22. Dezember leer aus. Der Bankomat wurde zwar völlig zerstört, der Geldtresor blieb jedoch intakt und sie mussten ohne Geld flüchten (die NÖN berichtete).

Für Bader hat sich das Thema Geldautomat damit erledigt. „Ich werde keinen Bankomaten mehr aufstellen“, unterstreicht er. Nicht nur, dass er einmal mehr sämtliches Obst und Gemüse wegen des Rauchgeruchs entsorgen musste, entstand im Vorraum des Nahversorgers erneut schwerer Sachschaden. „Beim ersten Mal belief sich der Schaden noch auf rund 6.000 Euro. Jetzt war es doppelt so viel“, ärgert sich Bader. Bei der Tat kurz vor Weihnachten dürften es die Täter mit stärkerer Sprengkraft versucht haben.

Dass er in kurzer Zeit gleich zwei Mal betroffen war, erschüttert den Nahversorger-Betreiber. „Ein neuer Bankomat steht sich nicht dafür“, hält er fest.