Radweg nach Albern wird nun umgesetzt. Verbindung zwischen Flughafen-Radweg und der Hafenzufahrtsstraße kommt 2020. Kosten: Rund 850.000 Euro.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 10. Oktober 2019 (06:17)
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Etwas verstaubt, aber keineswegs veraltet. Die Stadtgemeinde Schwechat hat ein seit rund 20 Jahren geplantes Radweg-Projekt aus der Schublade geholt. Konkret wird ab dem kommenden Jahr eine Verbindung zwischen dem Flughafen-Radweg und dem Wiener Radwegnetz beim Alberner Hafen geschaffen. Die neue rund einen Kilometer lange Strecke soll entlang der Straße „Auf der Ried“ geführt und 2021 fertig sein. Die Brücke über die Schwechat wurde bei deren Sanierung 2016 bereits dafür ausgelegt.

Der dafür notwendige Grundsatzbeschluss ging mit den Stimmen von SPÖ, Grünen, ÖVP und NEOS sowie der fraktionslosen Gemeinderäte Leopold Wittmann und Paul Haschka durch den Gemeinderat. Rund 800.000 Euro für die Umsetzung sowie eine Reserve für Unvorhergesehenes von nochmals 15 Prozent wurde beschlossen. Knapp 37.000 Euro erhält zudem das Ziviltechniker-Büro Kiener, das für Planung, Ausschreibung etc. zuständig ist. Für Grundlagenanalysen wie Vermessungen oder Probeschürfe wurden noch einmal 12.000 Euro beschlossen.

Wir hoffen durch die zwei Querungen des neuen Radwegs auf eine Temporeduktion „Auf der Ried“.“ SP-Bürgermeisterin Karin Baier

Wenig Freude mit dem Radweg hatte die FPÖ – Stadträtin Andrea Kaiser bezeichnete das Projekt gar als „populistisch“. Einmal mehr wollte sie das Geld lieber in die Schwechater Gemeindebauten investiert sehen. Die Freiheitlichen und ihr Ex-Kollege Johann Ertl stimmten daher auch gegen den Grundsatzbeschluss.

Sowohl SP-Bürgermeisterin Karin Baier als auch Vize Brigitte Krenn (Grüne) wiesen den Vorwurf von Populismus zurück und hielten fest, dass der Radweg schon seit vielen Jahren geplant sei. Und warum jetzt? Das liege daran, dass es aktuell genug Fördermittel im Bundestopf für überregionale Radwegprojekte gebe und man so rund 260.000 Euro zurückbekommen könne. „Das ist noch konservativ geschätzt“, hofft Krenn sogar auf mehr.

Zudem sei nicht gesichert, dass es 2020 auch noch so ist, ergänzt Baier. Der neue Radweg wird zudem so umgesetzt, dass er am Straßenzug „Auf der Ried“ für eine Temporeduktion sorgen soll. „Darauf hoffen wir“, betont die Stadtchefin. Dafür sind zwei Übergänge – einer auf Höhe des Parkplatzes und einer bei der Kreuzung mit der Alberner Hafenzufahrtsstraße – vorgesehen.