Restaurant „Johann“ liefert aus. Mannswörth hat sein erstes Abhol- und Lieferservice im Ort.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 09. Juli 2021 (04:28)

„Ich habe während den Corona-Lockdowns selbst mitbekommen, dass es nur Pizza, Sushi & Co. zum Bestellen gibt – die immer gleichen Speisen“, erinnert sich Doris Reinisch. Also entschied sie sich, das möglichst rasch zu ändern.

Kurzentschlossen und nicht zuletzt natürlich auch auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern sowie Beschäftigungsmöglichkeiten für das Küchenteam stellte die Unternehmerin einen eigenen Lieferservice über das hoteleigene Restaurant „Johann“ auf die Beine. Übrigens den Ersten in Mannswörth.

Seit Corona mehr auf Regionales setzen

Bestellung und Lieferung erfolgt über die Plattform „Lieferando“. Die Mahlzeiten können allerdings auch über die Hotel- Webseite unter der Rubrik „Restaurant“ geordert werden. Dann gibt es auch eine kleine Überraschung mitgeliefert.

Das Liefergebiet erstreckt über die ganze Region um Schwechat, bis Fischamend oder Himberg. Natürlich ist auch eine Selbst-Abholung im „Johann“ möglich.

Mich hat selbst gestört, dass geliefertes Essen immer in Plastik kommt. Wir setzen daher auf recycelte Materialien.“ Doris Reinisch

Die Reaktionen waren laut Reinisch bisher ausgezeichnet – vor allem habe sie sich über die guten Bewertungen auf „Lieferando“ gefreut. „Das Feedback der Kunden ist ja zentral“, betont sie. Darin ist von „unbeschreiblich gutem“ oder auch „herausragendem“ Essen die Rede. Ein Kunde strich auch hervor, dass die Mahlzeiten in nachhaltigen Verpackungen ohne Plastik und Alu geliefert werden.

Nachhaltig bei Verpackungen

„Mich hat selbst gestört, dass geliefertes Essen immer in Plastik kommt. Wir setzen daher auf recycelte Materialien“, unterstreicht Reinisch. Damit aber nicht genug. Die verarbeiteten Lebensmittel kommen überwiegend aus nur drei Bundesländern: Niederösterreich, dem Burgenland und der Steiermark. Und man hat auch die Saisonalität bei der Erstellung der Speisekarte im Blick.

„Wir haben die Lieferantinnen und Lieferanten persönlich besucht und uns die Herkunft der Produkte genau angeschaut. Unser Rindfleisch etwa beziehen wir vom Arkadenhof in Deutsch Haslau“, erzählt Reinisch. Auch das sei eine Folge der Corona-Pandemie.

„Mir persönlich hat Corona gezeigt, mehr auf regionale Dinge zu setzen“, ergänzt die Hotelchefin. Das koste zwar meiste etwas mehr – sowohl als Einkäufer als auch als Konsument – aber es zahle sich dennoch aus. „Die Leute sind bereit, die 50 Cent oder den 1 Euro mehr zu bezahlen“, ist Reinisch überzeugt.

Die Preise sind mit einem Wiener Schnitzel um 11,50 Euro, der „Falafel Couscous Bowl“ um 13,70 Euro oder dem „Feurigen Reinisch Beef Burger“ um 13,90 Euro tatsächlich eher unüblich für einen durchschnittlichen Lieferservice. Bestellt werden kann übrigens von Montag bis Freitag von 11 bis 21 Uhr.