Thema Kinderbetreuung: "Wir sind am richtigen Weg“. An Lösung für Sprengel-Situation für Mannswörther Schüler sowie an Standort-Konzept für Kindergarten wird gearbeitet.

Von Susanne Müller. Erstellt am 21. Juni 2017 (05:28)
Die Eltern der Mannswörther Kinder hätten lieber eine zusätzliche erste Klasse in der örtlichen Volksschule in Mannswörth gesehen.
Burggraf

Per Dringlichkeitsantrag der ÖVP wurde das Thema „Volksschule Mannswörth“ im Gemeinderat angesprochen. Der Umstand, dass die Hoffnung vieler Mannswörther Eltern auf eine zusätzliche erste Volksschulklasse heuer dann doch wieder zerschlagen wurde (die NÖN berichtete mehrfach), verlange aus Sicht der ÖVP eine Nachbearbeitung.

„Innerhalb der nächsten drei Jahre haben 35 Mannswörther Kinder keinen Platz in der Volksschule“, thematisierte VP-Gemeinderat Alexander Edelhauser auch die Gesamtsituation und forderte, dass sich der Gemeinderat zu Lösungsansätzen bekennen solle. „Drei Jahre sind kürzer, als man sich vorstellt“, betonte Edelhauser den Zeitfaktor. Die Dringlichkeit wurde dem Antrag von SPÖ und Grünen dennoch nicht zugesprochen.

Thema ist doppelt abgesichert

„Das Thema wird dem Stadtrat zugeführt, wo es im September ohnehin behandelt wird. Es ist also doppelt abgesichert“, betonte SP-Bürgermeisterin Karin Baier, die sich dem Thema aber auch in ihren Berichten ausführlich widmete. Dabei stellte sie die Ausgangssituation einmal mehr klar. „Schwechat zählt als ein Sprengel. Bei 176 Kindern teilt der Landesschulrat durch 25. Daraus ergeben sich acht Lehrkräfte“, so Baier. Somit hätten entweder 16 Rannersdorfer oder eben fünf Mannswörther Kinder an einem anderen Standort als in ihrer Katastralgemeinde die Schule besuchen müssen.

Man sei aber bereits mit Lösungsvorschlägen beschäftigt: „Wir versuchen, eine Entsprengelung zu erwirken, und wir prüfen, wie ein Schulbus für die Mannswörther Kinder eingerichtet werden kann“, so Baier. Gleichzeitig werde an einer „Optimierung der Eltern-Info“ gearbeitet. Gleiches gelte auch für den Kindergarten.

Unabhängig davon sei klar, dass Schwechat weiter wachsen werde. Handlungsbedarf sei also ohnehin gegeben. „Wir werden auch neue Standorte brauchen“, so Baier. Ein Gespräch mit den betroffenen Eltern sei jedenfalls zwischenzeitlich „sehr gut gelaufen. Ich denke, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, betonte Baier, die die Eltern auch zu einer Ausschuss-Sitzung im Herbst eingeladen hat. „Dermaßen bemüht wie heuer ist in Schwechat noch nie mit dem Thema umgegangen worden“, zeigte sich Baier überzeugt.

Bildungsstadträtin Ljiljana Markovic (Grüne) ergänzte: „Alle Punkte des Dringlichkeitsantrags sind bereits in Bearbeitung.“ Ein Standort-Konzept, das bis 2025 gelten soll, werde im Ausschuss vorgestellt. Im September soll der Gemeinderat darüber einen Grundsatzbeschluss fassen.