Eventsaal über dem Adeg-Markt. Im ersten Stock soll zudem ein Bistro eingerichtet werden. Kosten steigen damit auf 2,2 Millionen Euro.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 03. April 2019 (04:16)
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Im Erdgeschoß wird der Adeg-Markt untergebracht sein, im ersten Stocksollen ein Bistro und der 160 mVeranstaltungsraum realisiert werden.
Planung Arch. Paar-Tschuppik/Arch. Teschler

In rund drei Monaten fährt die Abrissbirne durch das ehemalige Gasthaus Stöckl. Das zuletzt als Wohnhaus genutzte Gebäude wird dann einem Lebensmittelmarkt Platz machen. Rund 1,4 Millionen Euro investiert die Gemeinde in den Kauf des Grundstücks sowie die Errichtung des Nahversorgers.

Wie die Gemeindeführung im Rahmen eines Bürgergesprächs am Montag in der Margarethner Stubn berichtete, nimmt die Kommune weitere 800.000 Euro für das Projekt in die Hand. Neben dem Lebensmittelmarkt im Erdgeschoß erhält der Neubau einen ersten Stock, in dem ein Bistro sowie ein Veranstaltungssaal für rund 100 Personen Platz finden werden.

Den Nahversorger und das Bistro werden Adeg-Kaufmann Sebastian Kowalik und dessen Ehefrau anmieten. Den Veranstaltungssaal verwaltet die Gemeinde, auch um ihn unbürokratisch Vereinen vermieten zu können.

"Der Bürgermeister hat sofort zugestimmt"

Das kleine Lokal soll ebenso wie die Übersiedlung des Postpartners von der Außenstelle des Gemeindeamts zum Adeg das Überleben des Marktes sichern. Für den Supermarkt und das Bistro wird es jeweils einen Miet- beziehungsweise Pachtvertrag geben. Die monatliche Miete soll bei 1,5 Prozent der Errichtungskosten liegen. Auf dem Platz vor dem Nahversorger, der bereits im April 2020 eröffnen soll, sind mindestens 20 Parkplätze geplant.

Die Idee für die Gebäudeaufstockung sei von ihm gekommen, berichtet der Chef des Enzersdorfer Marktes im NÖN-Gespräch. „Ich bin zum Bürgermeister gegangen und er hat sofort begeistert zugestimmt“, erinnert sich Kowalik. Ein Vertrag sei zwar bisher weder für den Adeg-Markt noch für das Bistro unterschrieben, der Kaufmann ist jedoch „sehr optimistisch“. Durch den Veranstaltungssaal glaubt Kowalik, dass man „Leben reinbringen“ kann. Der Adeg-Markt wird von der Dimension und dem Sortiment her exakt wie jener in Enzersdorf ausfallen.

Für den Nahversorger kann sich die Gemeinde übrigens über eine Förderung durch die „NÖ Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Einkaufs in Stadtzentren“ (NAFES) freuen. „Unser Projekt ist zu 100 Prozent förderwürdig und wird mit 100.000 Euro unterstützt“, berichtete VP-Bürgermeister Markus Plöchl.