Kindergarten wird wegen Platzmangel wieder erweitert. In Margarethen kommt bis September 2018 eine dritte Gruppe dazu. Dafür muss der Stadl hinter dem Gebäude weichen.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 08. Juni 2017 (04:53)
Statt dem Stadl wird im September 2018 ein Kindergarten stehen. Dieser soll über eine Lauben-Konstruktion mit dem bestehenden Gebäude verbunden sein.
Burggraf

Eine Bedarfserhebung des Landes hat gezeigt, dass in der Marktgemeinde neuerlich eine zusätzliche Kindergartengruppe notwendig ist. Sowohl in Enzersdorf als auch in Margarethen wurde erst 2014 ein Zubau realisiert. Doch allein die Geburtenzahlen veranlassen das Land zur Genehmigung einer siebenten Gruppe, da ist der rege Zuzug in beiden Orten noch nicht einmal mitberücksichtigt.

„Da es höheren Bedarf in Margarethen gibt, wird es dort eine Erweiterung geben“, erläutert Bürgermeister Markus Plöchl (VP) im NÖN-Gespräch. In Enzersdorf komme man noch aus. „Dort haben wir auch vier Gruppen, in Margarethen sind es nur zwei“, erklärt der Ortschef. Realisiert werden muss die Kindergartenerweiterung bis September 2018. Aktuell laufen die Vorbereitungen.

"Stadl im hinteren Teil wird abgerissen"

Fix ist, dass die burgenländische Baugenossenschaft EBSG mit ihrer NÖ-Tochter „Südraum“ die Errichtung übernehmen wird. Geplant ist eine ähnliche Vereinbarung wie bei der Volksschule: Die Gemeinde vergibt das Baurecht an die EBSG, diese baut das Gebäude und die Gemeinde mietet sich dann wieder ein.

Ebenfalls entschieden ist, wer die Planungen für den Zubau übernimmt. Es ist mit dem Sommereiner Architekten Tibor Gaal ein alter Bekannter, er verantwortete schon die Erweiterungen 2014. Im Gegensatz zu den vergangenen Projekten soll es sich dieses Mal jedoch um keinen Zubau, sondern einen Neubau handeln.

Für einen Anbau ist schlicht zu wenig Platz. „Daher wird der Stadl im hinteren Teil des Grundstücks abgerissen“, berichtet Bürgermeister Plöchl. Das bringe auch Vorteile für die Eltern. „Wenn 40 bis 50 Kinder von vorne gebracht werden, übersteigt das die Kapazitäten des Vorplatzes“, ist der Ortschef überzeugt. Die Kinder der dritten Gruppe können daher über die Energiestraße gebracht und abgeholt werden.