Debatte um Videoüberwachung. An den neuen Maßnahmen scheiden sich die Geister – ein SPÖ-Mandatar und der grüne Vizeortschef sind irritiert.

Von Peter Gerber Plech. Erstellt am 18. November 2020 (02:23)
Vizebürgermeister Christoph Lampert (Grüne) (links).
SP-Gemeinderat Christian Schuster (rechts).
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Die Überwachung des Jugendplatzes und des Bärenparks mit Videokameras ist politisch umstritten. Kritik kommt allerdings nicht von der Opposition, sondern vom grünen Vizebürgermeister Christoph Lampert und SPÖ-Mandatar Christian Schuster.

Der rote Bürgermeister Peter Wolf hatte noch von einer „starken Mehrheit“ gesprochen. Doch sein Parteikollege Schuster hätte sich „im Vorfeld eine breitere Diskussion über Alternativen zur Eindämmung von Vandalismus“ gewünscht. Ähnlich tönt es beim grünen Koalitionspartner der SPÖ. „Vorangehende Gespräche mit den Jugendgemeinderätinnen und -räten und eine Diskussion im Kultur- und Generationen-Ausschuss hätten Sinn gemacht“, sagt Vizebürgermeister Christoph Lampert

Bei ÖVP und der nicht im Gemeindevorstand vertretenen FPÖ stößt die Videoüberwachung hingegen auf völlige Zustimmung. „Als Fraktion haben wir im Vorstand für die Installation der Videokameras gestimmt, um weiteren Vandalismusakten, die sich in den letzten Monaten vermehrt gezeigt haben, zuvorzukommen“, teilt ÖVP-Obfrau Nicole Kramreither, die mit Gerald Hopp ihre Partei im Gremium vertritt, mit.

Von den Freiheitlichen um Gemeinderat Hermann Raidl gibt es Lob: „Aufgrund der häufigen Vorfälle ist eine Videoüberwachung leider notwendig geworden.“