Gebrüder Weiss mit Kraftwerk am Dach. Logistiker ließ 13 Photovoltaikanlagen in Maria Lanzendorf errichten.

Von Peter Gerber Plech. Erstellt am 05. August 2019 (05:15)
Ursprunger/Media Solutions, Gebrüder Weiss
Niederlassungsleiter Karl Meiringer (kl. Bild) freut sich über die sinnvolle Nutzung der Flachdächer auf den Gebäuden des Logistikers „Gebrüder Weiss“.

Die Gebäude des Transport- und Logistikunternehmens „Gebrüder Weiss“ im Industriegebiet sind auch ein Kraftwerk. Die Dächer des Umschlag- und Logistiklagers in Maria Lanzendorf sind an das Solarenergie-Unternehmen „Photovoltaic Installations GmbH“ (PVI) vermietet worden und die Klagenfurter Firma hat dort insgesamt 13 Photovoltaikanlagen erstellt.

Mit Betriebsaufnahme Anfang des Jahres produzieren die Anlagen auf rund 21.500 Quadratmetern circa 2,4 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Das entspreche laut Angaben von Gebrüder Weiss dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 1.300 Drei-Personen Haushalten in Österreich.

Mit dieser lokalen Stromproduktion entlasten wird die regionalen Energie-versorger.“  Ingram Eusch, Geschäftsführer der PVI GmbH

„Nachhaltigkeit ist einer der Kernwerte bei Gebrüder Weiss. Neben der Wirtschaftlichkeit war deshalb auch der ökologische Gedanke ausschlaggebend für die Entscheidung, die Flachdächer zu vermieten“, sagt Karl Meiringer, Niederlassungsleiter in Maria Lanzendorf. Zudem leiste man dadurch einen „wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz“, ist man bei Gebrüder Weiss überzeugt.

Die Firma PVI produziert den Strom und speist diesen ins öffentliche Stromnetz ein. Ingram Eusch, Geschäftsführer der PVI GmbH spricht in Bezug auf das Projekt in Maria Lanzendorf von lohnender Wertschöpfung an bestehenden Gebäuden. „Die PVI hat eine professionelle Installation zur Ertragsoptimierung und gleichzeitig für einen aktiven Klimaschutz erstellt. Mit dieser lokalen Stromproduktion entlasten wird die regionalen Energieversorger und sorgen für eine verbesserte Energiebilanz.“ Wie viel seine Firma in die 13 Photovoltaikanlagen am Dach des Logistikers investiert hat, will Eusch nicht sagen.

Gebrüder Weiss fördert auch an anderen Standorten die Solarenergie. Neben Maria Lanzendorf gibt es in Österreich noch drei weitere Photovoltaik-Anlagen – in Kennelbach (Vorarlberg), Maria Saal (Kärnten) und Wels (Oberösterreich). Maria Lanzendorf selbst, die flächenmäßig kleinste Gemeinde Niederösterreichs, hat generell gute Erfahrungen im Bereich „Photovoltaik“ gemacht. 2017 hatte die Gemeinde die jährlich von Land NÖ und Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu) mit Unterstützung der Netzbetreiber durchgeführte Bezirksmeisterschaft für sich entschieden.