Grüne finanzieren Baumpflanzung. Grünen-Obmann Christoph Lampert will mit der Aktion auch ein politisches Zeichen setzen.

Von Birgit Samer. Erstellt am 25. Mai 2018 (04:48)
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Eva-Maria und Peter Tusch (Mitte) luden Grünen-Gemeinderätin Claudia Steindl (links) und Parteiobmann Christoph Lampert (rechts) zur Einweihungsfeier des Baumes, ein Kugel-Feldahorn.
privat

Den Stein ins Rollen gebracht habe ein Gespräch der Familie Tusch mit Grünen-Gemeinderätin Claudia Steindl. Die Familie wünschte sich einen Straßenbaum vor ihrem Wohnhaus. Über Jahre hätte Eva-Maria Tusch bei der Gemeinde mit ihrem Anliegen angeklopft, so Grünen-Obmann Christoph Lampert.

"Vielleicht gibt unsere Aktion den Anstoß"

„Andere Parteien“ hätten allerdings „nur versprochen oder auf leere Gemeindekassen verwiesen“. Für die Grünen Grund genug, der Familie die Einpflanzung eines solchen Baumes zu finanzieren. Auf NÖN-Anfrage wollte er allerdings keine Angaben dazu machen, welche Parteien genau die Familie vertröstet hätte. Lampert will damit aber auch ein politisches Zeichen setzen: „Vielleicht gibt unsere Aktion den Anstoß, dass im kommenden Budget ausreichend Geldmittel für Baumpflanzungen zur Verfügung gestellt werden.“

Ein Straßenbaum inklusive Pflanzung und Bewässerung würde „jedenfalls weniger als 0,5 Prozent der Überschüsse aus dem Kanal kosten“, so Lampert. Seit Jahren kritisiert er, dass jene Überschüsse „unrechtmäßig ins Budget abgezogen werden“. SP-Ortschef Peter Wolf dementierte dies bereits in der Vergangenheit. Mit den Einnahmen seien etwa Sanierungsdarlehen, wie jene für die Instandsetzung des Kanalnetzes oder den Kindergarten, zu bedienen.