Maria Lanzendorf: Handeln als "Gebot der Stunde"

Erstellt am 08. März 2022 | 06:43
Lesezeit: 2 Min
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SPÖ-Chef Thomas Cech, Vize-Amtsleiterin Sabine Horwath, Pfarrer Michele Pezzini, Franziskaner-Bruder Clemens Brecher und Bürgermeister Peter Wolf mit Helfern und den geflüchteten Familien.
Foto: privat
Erste aus der Ukraine geflüchtete Menschen – vier Erwachsene und fünf Kinder – haben im Kloster eine Bleibe gefunden.
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Die Pfarre und das Kloster Maria Lanzendorf haben gehandelt. Erste aus der Ukraine geflüchtete Menschen – vier Erwachsene und fünf Kinder – haben im Kloster eine Bleibe gefunden. Eine Mutter mit zwei Kindern werden noch kommen, sitzen aber aktuell noch in Lwiw fest. 

Pater Michele Pezzini korrigiert im Gespräch sofort, wenn das Wort „Flüchtlinge“ benützt wird. „Diese Menschen sind unsere Gäste aus der Ukraine. Wir haben drei normalerweise für Ordensschwestern reservierte Zimmer für unsere Gäste bereitgestellt und sind damit auch ausgelastet.“ Handeln sei das Gebot der Stunde, man könne in diesen Tagen nicht einfach die Augen zu machen, sagt Pezzini.

Krisenstab mit Gemeinde eingerichtet

Gemeinsam mit Bürgermeister Peter Wolf (SPÖ) und der stellvertretenden Amtsleiterin Sabine Horwath haben der Pater und Bruder Clemens Brecher vom Franziskaner Kloster eine Art Krisenstab ins Leben gerufen, damit die Betreuung der Menschen koordiniert und Hand in Hand organisiert werden kann. „Ich habe im Gebet die Inspiration bekommen, rasch zu helfen. Und diese Inspiration hat sofort Platz in meinem Herzen gefunden. Das entspricht auch unserer christlichen Kultur und heißt Nächstenliebe“, sagt Pater Michele.

Die Zusammenarbeit zwischen Kloster und Gemeinde funktioniert. Und die Bevölkerung hilft mit Sach- und Geldspenden und persönlichem Engagement tatkräftig mit. „Maria Lanzendorf hält zusammen. Das ist so schön“, sagt Sabine Horwath und ergänzt, dass in der ehemaligen Ordination der Maria Lanzendorfer Hausärztin derzeit eine Unterkunft für zehn weitere Gäste vorbereitet wird.

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