Mit Greifer und Müllsack dem Mist zu Leibe gerückt. 20 Erwachsene und fünf Kinder haben am Samstag beim 1. Dreck-weg-Tag dem Abfall auf den Straßen Lanzendorfs den Kampf angesagt. Mit Erfolg: 5100 Zigarettenstummel und knapp 43 Kilogramm Mist werden jetzt korrekt entsorgt.

Von Peter Gerber Plech. Erstellt am 19. September 2020 (19:44)

Tschick-Stummel gehören in den (T)Aschenbecher, Müll in die Abfalleimer. Weil diese eigentlich einfache Sache vielen Menschen als zu schwierig erscheint, waren am Samstag 20 Erwachsene und fünf Kinder auf den Lanzendorfer Straßen unterwegs und sorgten – ausgerüstet mit Handschuhen, Greifer, Müllsack oder Kübel – für Sauberkeit. Insgesamt 5100 Tschick-Stummel, 350 Getränkedosen, 200 PET-Flaschen und 60 Glasflaschen ergeben 42,85 Kilo Müll, die beim 1. Dreck-weg-Tag den Weg in die korrekte Entsorgung gefunden haben. 

Da wegen der Coronapandemie die traditionellen Flurreinigungen ausgesetzt worden sind hatte Lanzendorfs Umweltgemeinderat Heinz Blocher gemeinsam mit dem Verein "1 piece each Lanzendorf/Maria Lanzendorf" im Zuge des "World Cleanup Day" den Lanzendorfer "Dreck-weg-Tag" ausgerufen. 

Dem Ruf Blochers gefolgt ist auch Familie Huber mit den Eltern Gernot und Rahel und den beiden Söhnen David und Samuel. Und der Tag hatte für dieses Quartett durchaus einen Sinn stiftenden und ernsten Hintergrund. "Wir wollen unseren Kindern so zeigen, dass Abfall in die Mistkübel gehört. Sie sollen begreifen, dass wenn sie Zeugs auf die Straße werfen, irgendjemand anderer diesen Mist dann auflesen und entsorgen muss", erklärte Vater Gernot Huber. Auf der Hauptstrasse, zwischen Gemeindeamt und Volkshaus, war die Familie unterwegs. Und bei aller Ernsthaftigkeit hat niemand das Lachen verloren. David und Samuel haben gelernt, dass ein sauberer Lebensraum Spass macht.