Anruf-Sammeltaxi: Ein Bewerber blieb über. Wegen der Coronakrise musste das geplante Moosbrunner Anrufsammeltaxi auf Dezember verschoben werden. Von sechs Taxifirmen sagten fünf ab. Zuschlag ging an „TMS-Taxi“ aus Trumau.

Von Max Stepan. Erstellt am 30. September 2020 (03:45)
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Durch die Coronakrise musste das geplante Moosbrunner Anrufsammeltaxi auf Dezember verschoben werden. Diese Entscheidung fiel aufgrund der Empfehlung des Verkehrsverbund Ost-Region, das Taxi mit der jährlichen Fahrplanumstellung umzusetzen (die NÖN berichtete).

Um nun rechtzeitig mit dem Sammeltaxi in der Gemeinde zu starten, suchte die Gemeinde nach potenziellen Taxiunternehmern, welche ab kommendem Jahr das neue Projekt in Moosbrunn ausführen werden. Insgesamt wurden sechs Unternehmern von der Gemeinde angeschrieben, jedoch verlief dies nicht ganz nach Plan, wie Bürgermeister Paul Frühling (ÖVP) im Gespräch mit der NÖN erklärt: „Leider haben uns fünf von sechs Bewerbern sofort abgesagt und so blieb uns nur ein Unternehmen übrig, auf das wir zurückgreifen konnten.“ Die Verunsicherung der Taxiunternehmer war mitunter ein Grund, weshalb das Projekt bereits auf Ende des Jahres verschoben wurde. Die aktuelle Situation dürfte die Taxler jedoch weiterhin beunruhigen. Nichtsdestotrotz ist Ortschef Frühling zuversichtlich, dass das Projekt eine deutliche Verbesserung für die Gemeinde darstellen wird.

Deshalb wurde dazu auch ein dementsprechender Antrag im Gemeinderat gestellt, womit das einzig übrig gebliebene Taxiunternehmen „TMS-Taxi“ aus Trumau als offizielles Taxiunternehmen für das Projekt einstimmig verabschiedet wurde: „Für uns ist es nun wichtig, sich rechtzeitig auf ein Unternehmen zu einigen, um das Anrufsammeltaxi auch umsetzen zu können“, erklärt Frühling.

Der offizielle Startschuss ist nach aktuellem Stand mit 1. Jänner 2021 datiert. Danach ist es möglich, an verschiedenen definierten Haltestellen in Moosbrunn, Gramatneusiedl und Mitterndorf das Anrufsammeltaxi in Anspruch nehmen. Die Gemeinde zahlt dem Taxiunternehmen dafür 2,90 Euro pro gefahrenem Kilometer* - der Tarif kommt dadurch zustande, da das zuständige Unternehmen beinahe den ganzen Tag und in der Nacht einen Taxifahrer für das Anrufsammeltaxi zur Verfügung stellen muss. 

* In der Vorgängerversion wurden die Kosten von 2,90 Euro als Tarif für die Fahrgäste dargestellt. Tatsächlich handelt es sich dabei aber um den Kilometer-Betrag, den die Gemeinde an das Taxiunternehmen leisten muss. Fahrgäste zahlen etwa für die Strecke Moosbrunn-Gramatneusiedl einen Fixpreis von 2,60 Euro. Die Redaktion bedauert den Irrtum.