Eröffnung: Nur 7 Monate für Kindergartenzubau. Moosbrunn musste nach überraschendem Zuzug rasch handeln. Mit vierter Gruppe werde nun 80 Kinder im Ort betreut.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 03. Mai 2018 (04:15)
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Ein „unerwartet starker Zuzug“ zwang die Gemeinde im Vorjahr zum Handeln. „2016 war er noch nicht absehbar. Doch dann wurden überraschend Baulandreserven von Privaten auf den Markt gebracht“, erinnert sich Bürgermeister Gerhard Hauser (VP). Dennoch sei der Zuzug selbst „sehr begrüßenswert“.

Die plötzliche Bevölkerungszunahme machte jedoch einen Kindergartenausbau notwendig. Am 6. Juni 2017 wurde die Grasnarbe am Nachbargrundstück zur bestehenden dreigruppigen Betreuungseinrichtung in der Hinteren Ortsstraße abgetragen. „Bei dem Areal handelt es sich um Gemeindegrund, der ursprünglich als Baugrund für Wohnhäuser vorgesehen war. Doch wir sind bald drauf gekommen, dass es sich um wertvolle Flächen für kommunale Projekte handelt“, so Hauser.

Vom Bewegungsraum ins neue „Zuhause“

Nach nur sieben Monaten Bauzeit war das neue Gebäude fertig. Nach den Semesterferien konnten die Kinder der vierten Kindergartengruppe in ihr neues „Zuhause“ übersiedeln. Provisorisch waren sie zuvor im Bewegungsraum untergebracht. Am Freitag wurde der Zubau offiziell eröffnet. Die Feier nahm die neue Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (VP) zum Anlass, ihren Antrittsbesuch in Moosbrunn zu absolvieren. Sie sprach der Gemeinde ein großes Lob aus und merkte nach der Tanz- und Gesangseinlage der Kindergartenkinder in Richtung der Leiterin Romana Anzini-Körner an: „Man spürt regelrecht, mit wie viel Liebe und Einfühlungsvermögen sie und ihr Team dabei sind.“

Anzini-Körner zeigt sich mit dem Zubau „sehr zufrieden“ und findet nun ideale Bedingungen für die Betreuung der insgesamt 80 Moosbrunner Kinder vor. Für die Umsetzung nahm die Gemeinde 680.000 Euro in die Hand, inklusive Einrichtung. Neben dem Gruppenraum wurden ein barrierefreies WC samt Dusche, eine große Küche (sie ersetzt die alte viel zu kleine Küche) sowie Personal- und Technikraum geschaffen.

Geld sparen konnten die Kommune, da von der Planung über die Ausschreibung bis zur Vergabe und der örtlichen Bauaufsicht sämtliche Aufgaben über Amtsleiter Wolfgang Marchart abgewickelt wurden. „Es ist nicht selbstverständlich in einer kleinen Gemeinde wie Moosbrunn, dieses Know-How im Haus zu haben“, hält Ortschef Hauser zufrieden fest.