Schutz für letztes Brachvogel-Brutpaar

Erstellt am 10. Februar 2022 | 04:45
Lesezeit: 2 Min
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Bürgermeister Paul Frühling (ÖVP) und Vorgänger Gerhard Hauser halfen beim Pflegeeinsatz mit. Der Naturschutz in den Feuchtwiesen ist ein wichtiges Anliegen der Gemeinde.
Foto: Gemeinde
Im Moosbrunner Feuchtwiesengebiet fand Hilfsaktion für letztes Brutpaar des „Großen Brachvogel“ statt.
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Mehrmals im Jahr gibt es Pflegeeinsätze in den Naturschutzgebieten „Brunnlust“ und „Herrngras“. An den Aktionen beteiligt sind meist Freiwillige, die bei der Pflege der Feuchtwiesen mithelfen. Auch Feld- und Wiesenvogelarten siedeln sich in dem Naturjuwel an, sie verlieren jedoch immer mehr an Lebensraum. Eine Studie der Vogelschutz-Organisation „Birdlife“ ergab, dass seit 20 Jahren die Flächen von Wiesen und Feldern kontinuierlich in Österreich sinken. 

„Vor allem der Große Brachvogel zählt zu den gefährdeten Arten und ist vom Aussterben bedroht. Nur noch ein Brutpaar gibt es in dem Gebiet in Moosbrunn“, betont Bernadett Strohmeier, Projektleiterin von „Birdlife“. Niederösterreichweit gibt es nur noch zwei regelmäßige Brutvorkommen des Brachvogels. 

Deshalb wurde eine große Hilfsaktion für die bedrohten Wiesenvögel von „Birdlife“ in Kooperation mit der Gemeinde und dem Naturhistorischen Museum auf dem Gebiet der Kurzwellensendeanlage Moosbrunn durchgeführt. Die Wiesen wurden in Folge geschnitten, gemäht und von Gehölz befreit, sodass die Vögel wieder Nahrung auf den Wiesenflächen finden können. „Der Pflegeinsatz ist notwendig, da sonst die Ausbreitung von Büschen zur Verdrängung der Vögel von den Wiesenflächen führen würde“, sagt Strohmaier. 

Die Gemeindeführung zeigt sich über den Einsatz jedenfalls erfreut. „Der Naturschutz ist uns ein wichtiges Anliegen“, erklärt Bürgermeister Paul Frühling (ÖVP).

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