Sitzungs-Marathon. Zukunft des MultiTrainings soll sich jetzt entscheiden. Außerdem tagt Kontrollausschusses zum zweiten Mal.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 23. Juli 2014 (14:36)
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Auf den neuen Multiversum-Chef Peter Simersky warten drei spannende Sitzungen. Erst vorige Woche hatte er sich im Land NÖ und im Sportministerium als neuer Geschäftsführer vorgestellt. „Es waren gute Gespräche“, meint er. Fussi
Von Andreas Fussi

SCHWECHAT / Auf den neuen Multiversum-Geschäftsführer Peter Simersky warten diese Woche drei interessante Sitzungen, davon zwei außerordentliche Generalversammlungen.

Generalversammlung steht im Raum

Einerseits hat der ehemalige Multiversum-Boss und jetzige Geschäftsführer des MultiTrainings, Roland Regnemer eine außerordentliche Generalversammlung einberufen, wozu er innerhalb von 60 Tagen verpflichtet war, nachdem Simersky ihm berichtet hatte, dass es keine weiteren Zuschüsse des Multiversums an den Tochterbetrieb MultiTraining geben wird. Es ist davon auszugehen, dass Regnemer bekannt gibt, wie es mit dem Fitnessstudio weitergeht. Falls es der Weg einer Insolvenz ist, müsste eine Generalversammlung des Multiversums einberufen werden.

Außerdem findet diese Woche die erste außerordentliche Generalversammlung der Multiversum Eigentums GmbH statt, wo die neue Geschäftsführungs-Ordnung beschlossen wird – ein Formalakt.

Besonders freut sich Simersky aber auf die zweite Sitzung des Kontrollausschusses, nach der Konstituierung Anfang Juli mit der Vorsitzführung durch FPÖ-Gemeinderätin Andrea Kaiser. Bei der ersten Sitzung waren neben Simersky und SPÖ-Bürgermeister Gerhard Frauenberger auch die Vertreter von FPÖ und Grünen dabei, nicht jedoch die ÖVP. Simersky hofft, dass das bei der 2. Sitzung anders ist. „Mir liegt der Kontrollausschuss sehr am Herzen“, erklärt Simersky. Dabei werde er mit der neuen Wirtschaftstreuhänderin TPA Horwath die Rohbilanz vorstellen, allerdings, fügt Simersky hinzu, dass er weiterhin nicht alle Zahlen habe. Denn bevor die aktuelle Bilanz erstellt werden könne, müsse erst noch die Einigung mit der WSA abgewartet werden. Die dafür vorgesehene Gemeinderatssitzung erfolgt erst am 28. August.

"Seit 2010  keine einzige Bilanz zu Gesicht bekommen"

Seitens der ÖVP erklärt Klubobann Lukas Szikora, weshalb die Volkspartei dem Kontrollausschuss wieder fernbleiben wird: „Solange es keine konkreten Zahlen gibt, solange besetzen wir keine Ausschüsse oder Beiräte. Es ist immer noch nicht geklärt, wie hoch die jährliche Belastung für die Stadt ist – solange das nicht der Fall ist, gehen wir zu keinen Sitzungen.“ Szikora erinnert, dass es ursprünglich geheißen habe, dass mit jedem Rechnungsabschluss der Stadtgemeinde gleichzeitig die Jahresbilanz des Multiversums vorgelegt werde. Seit 2010 habe man aber keine einzige Bilanz zu Gesicht bekommen.