Neues Chefduo aus dem "inneren Kreis"

Erstellt am 10. August 2022 | 04:43
Lesezeit: 2 Min
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Das Premierenstück des neuen Chefduos Christian Graf und Florian Haslinger im kommenden Jahr steht bereits fest: Eisenbahnheiraten – „Das wurde bei den Nestroy-Spielen bisher noch nie gespielt“, so Graf.
Foto: Burggraf
Die neuen Nestroy-Chefs heißen Christian Graf und Florian Haslinger. Beide sind seit über 20 Jahren Teil des Ensembles.
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„Es gab ein zentrales Kriterium: Die Person muss wissen, wie wir mit Nestroy umgehen“, erzählt Peter Gruber über seine Suche nach einem Nachfolger als Intendant der Nestroy-Spiele Schwechat. Der 75-Jährige leitete die Theaterproduktion in der Rothmühle seit der Premiere 1973 und hört nun, 50 Jahre später, zufrieden auf.

Mit Christian Graf hat der Mastermind einen Ideal-Nachfolger gefunden, der noch dazu aus dem inneren Nestroy-Kreis kommt. So ist der 44-Jährige seit 2000 Teil des Ensembles, allerdings legte er ab 2012 eine zehnjährige Pause ein und stand erst heuer zum Gruber-Abschied mit „Nur Ruhe!“ wieder auf der Bühne. „Die letzten fünf Jahre war ich fixes Ensemblemitglied an der Volksoper in Wien“, berichtet Graf im NÖN-Doppelinterview gemeinsam mit Florian Haslinger.

Denn mit dem 36-Jährigen wird Graf fortan das Chefduo bilden, nachdem sich mit Gruber auch die langjährige Kaufmännische Nestroy-Leiterin Christine Bauer zurückzieht. Haslinger, im Brotberuf ebenfalls Schauspieler, steht sogar seit 1998 bei den Nestroy-Spielen auf der Bühne. „Die Vertrauensbasis zwischen Flo und mir ist da, wir ticken ähnlich“, sagt Neo-Intendant Graf. Auch das Echo aus dem Ensemble, die Leitung mit zwei Vertretern aus dem Inneren zu besetzen, war ausschließlich positiv.

Inhaltlich will Graf „künstlerisch eigenständig, aber in guter Tradition der vergangenen 50 Jahre“ agieren. Das außergewöhnliche Zusammenspiel von Profis, Schauspielschülern und vor allem Laien soll erhalten bleiben. Vor allem für die Amateure im Ensemble hegt das Duo großen Respekt. „Das steckt enorm viel Aufwand dahinter. Das Engagement, das neben der Arbeit zu machen, ist zu bewundern“, untermauern Graf und Haslinger.

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