Baustart für Großprojekt in Gramatneusiedl. Etwa ein Jahr dauert der Bau der neuen Wartungshalle von ÖBB, LTE und ELL am Bahnhof in Gramatneusiedl.

Von Max Stepan. Erstellt am 10. Oktober 2020 (04:44)
Christoph Katzensteiner (ELL), Andreas Mandl (LTE), Sandra Gott-Karlbauer (ÖBB), Michael Benda (LTE) und Kai Brüggemann (ÖBB) beim Spatenstich der neuen Wartungshalle.
:Max Stepan

Im Frühjahr wurde bekannt, dass sich die ÖBB mit den beiden Unternehmen LTE (Logistics & Transport Europe) und ELL (European Locomotive Leasing) zu einem Joint Venture zusammenschließt. Ziel der Kooperation ist es, eine Halle zur Wartung von Lokomotiven zu errichten und darin Service-Arbeiten durchzuführen. Um das Projekt zu verwirklichen, wurde direkt neben dem Gramatneusiedler Bahnhof ein rund 18.000 Quadratmeter großes Grundstück angekauft.

 

Mit dem Spatenstich vergangenen Donnerstag haben nun offiziell die Bauarbeiten für die Wartungshalle begonnen. „Nach Jahren der Planung freuen wir uns über den reibungslosen Start der ersten Bauphase“, sagt LTE-Geschäftsführer Andreas Mandl. Bis Ende 2021 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein und ab Anfang 2022 können an dem Standort auch schon die ersten Lokomotiven instandgehalten werden. Mittelfristig sollen dabei 20 neue Arbeitsplätze in Gramatneusiedl entstehen, erklärt die Geschäftsführerin der ÖBB-Technischen Services Sandra Gott-Karlbauer: „Mit Fertigstellung der Halle schaffen wir 20 neue Arbeitsplätze, welche nachhaltig gesichert sind.“ Dabei sollen vor allem Facharbeiter und Technikexperten eingesetzt werden.

Nach Jahren der Planung und Überwindung vieler Hürden freuen wir uns über den reibungslosen Start der ersten Bauphase.“ Andreas Mandl, Geschäftsführer der LTE (Logistics & Transport Europe)

Bei den vorgesehenen Wartungen in der Werkstätte handelt es sich um Routine-Servicearbeiten, welche keine lange Aufenthaltszeit  beanspruchen. „In der Werkstätte ist die leichte Instandhaltung zahlreicher Lokomotiven geplant“, betont Gott-Karlbauer. Dabei können die modernsten Lokomotiven in Gramatneusiedl serviciert werden. Zudem ist Gramatneusiedl als Standort für den Servicestützpunkt perfekt geeignet, wie ELL-Geschäftsführer Christoph Katzensteiner erklärt: „Der strategisch günstige Standort garantiert kurze Wege und damit höchste Verfügbarkeit der Lokomotiven.“