Die Dauerparker in Schwechat. Anrainer der Mühlgasse ärgern sich über Autos aus dem Ausland, die tage- und wochenlang Stellflächen blockieren.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 03. April 2021 (04:47)
Die Parkplatznot in der Mühlgasse im Bereich des Einkaufszentrums ist zeitweilig prekär.
Burggraf, Burggraf

Fünf Fahrzeuge mit ungarischem Kennzeichen sorgen derzeit für erhitzte Gemüter in der Mühlgasse auf Höhe des Einkaufszentrums. Sie stehen allesamt direkt hintereinander – und das nun schon durchgehend seit Tagen oder teils sogar Wochen.

Doch es sind nicht die einzigen Dauerparker im Sackgassen- Teilstück, nur stehen die meisten Fahrzeuge mit nicht-Schwechater Kennzeichen lediglich einen Arbeitstag lang. „Das sind die klassischen Pendler, die die Mühlgasse als Geheimtipp entdeckt haben“, ist Anrainer Franz Winkelmüller überzeugt. Wobei „Geheimtipp“ wäre es sichtlich keiner mehr. Zudem habe er auch schon beobachtet, dass ausländische Fahrzeughalter in ihren Autos übernachten. Winkelmüller sieht es nun höchstens an der Zeit, dass die Kurzparkzone auf diesen Abschnitt der Mühlgasse ausgeweitet wird.

Stadtregierung wartet auf Wien-Entscheidung

Mit diesem Appell wandte sich der Schwechater schon des Öfteren an die Stadtregierung. Immerhin bestünde das Problem der Parkplatznot bereits seit gut drei Jahren. Passiert sei bisher aber nichts. Bürgermeisterin Karin Baier (SPÖ) versuchte zu kalmieren und stellt langfristig auch eine Lösung in Aussicht. Allerdings hält sie ebenso wie Verkehrsstadtrat Walter Schaffer (SPÖ) fest, dass es einen Ausbau der Schwechater Kurzparkzone nur in Verbindung mit der neuen Parkraumbewirtschaftung in Wien geben könne.

„Ich verstehe, dass die Leute ungeduldig sind. Unsere Analysen sind gemacht, wir wissen wie viele Autos wo und wie lange stehen. Aber eine Umsetzung ohne Wien macht keinen Sinn“, betont Schaffer. Auch Baier will eine „große Lösung“ umsetzen und kein „Flickwerk“ anfangen. Immerhin koste auch eine Kurzparkzonenerweiterung Geld. Man sei aber mit den Nachbarn in Simmering in regem Austausch und hoffe auf eine baldige Entscheidung in Wien.