Leopoldsdorf setzt sich für Erhalt ein. Gemeinde will die Finanzierung des Pfarrkindergartens übernehmen.

Von Nicole Frisch. Erstellt am 04. Juli 2020 (05:23)
Der Verein „Freunde des bilingualen Kindergarten Leopoldsdorf“ will den örtlichen Pfarrkindergarten erhalten.
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Der Verein  „Freunde des bilingualen Kindergarten Leopoldsdorf“ wurde gegründet, um den Pfarrkindergarten in finanzieller Hinsicht zu unterstützen. Nun haben sich die Prioritäten in Richtung Erhalt verschoben. Derzeit wird diskutiert, wie der Pfarrkindergarten künftig weitergeführt werden kann (die NÖN berichtete). Die Erzdiözese Wien kann sich den Betrieb langfristig – nach 2022 – nicht mehr leisten. Nun wird nach Alternativen gesucht.

Im Zuge der Überlegungen kam auch der Verein als Träger in Frage. „Wir sind uns alle einig, dass wir den Pfarrkindergarten erhalten wollen“, betont Vereinskassier Michael Castelitz. Er hält jedoch fast im gleichen Atemzug fest, dass es hier wenig Erfahrungen gibt, auf die man zurückgreifen könnte. Kindergärten werden in der Regel von großen Trägerorganisationen geführt, von privaten Vereinen hingegen kaum.

Grundsatzbeschluss soll gefasst werden

Nach einem Gespräch am Montagabend zwischen Eltern und Vertretern der Gemeindeführung sowie der Kirche sieht es nun so aus, dass die Pfarre die Einrichtung auch nach 2022 leiten könnte. SP-Vizebürgermeister Thomas Giselbrecht verkündete auf Facebook, dass die Gemeinde die Kosten übernehmen will. Ein Grundsatzbeschluss soll im Gemeinderat gefasst werden. Die Pfarre muss nun eine Entscheidung treffen. 

Der Verein will weiter unterstützend auftreten. Es wurden bereits Aktionen organisiert, um bei der Anschaffung von Spielgeräten oder bei der Gartengestaltung zu helfen. Beim Weihnachtsmarkt letztes Jahr hatte der Verein eine eigene Hütte, für diesen Sommer war ein Konzert von „Wiener Wahnsinn“ sowie die Übertragung des Finales der Europameisterschaft geplant. Aufgrund des Coronavirus musste beides abgesagt werden. Ein Public Viewing im Pfarrhof ist derzeit in Planung.