Politiker machen Druck gegen Spar. Fünf vor Zwölf / In Kürze dürfte Spar das O.k. für das Logistikzentrum Ebergassing erhalten. Politiker „bitten“ um Aufgabe des Projektes.

Erstellt am 10. Juli 2013 (00:10)
NOEN
Von Otto Havelka

EBERGASSING / In der Zentrale der Handelskette Spar trudeln in jüngster Zeit vermehrt Briefe ohne Kuverts ein. Nach ÖVP-Landtagabgeordnetem Lukas Mandl hat nun auch die Klubobfrau der Niederösterreichischen Grünen, Madeleine Petrovic, in einem offenen Brief das Spar-Management ersucht, vom geplanten Logistikzentrum in Ebergassing Abstand zu nehmen. „Abgesehen von den gravierenden ökologischen Problemen (Nähe eines Natura 2000-Gebietes) und zentralen Fragen der Raumordnung sowie des massiven Widerstandes der lokalen Bevölkerung (eine klare Mehrheit der Betroffenen ist gegen das Projekt), halte ich den Standort Ebergassing für ein derartiges Bauprojekt für ungeeignet“, so die Diktion der Grünen-Chefin.

Ihr Vorschlag: Spar solle sich nach einem anderen Standort umsehen „mit einer besseren Verkehrsanbindung und deutlicher Entfernung von Wohn- und Naturschutzgebieten“.

Dafür solle es laut Petrovic auch eine Entschädigung für den Handelskonzern geben.

Das ruft allerdings Widerstand bei Spar-Geschäftsführer Alois Huber hervor. „Es ist alles rechtmäßig abgesegnet und jetzt soll die Öffentlichkeit herhalten, um uns Planungskosten in Millionenhöhe zu entschädigen?“

Für Huber ist klar: Ein Fallenlassen des Projektes ist „nicht denkbar“. Das wäre, wie wenn Sie einem Häuslbauer sagen, er soll wo anders hinziehen, während er schon die maßgefertigten Küchenmöbel bestellt hat“.

Spar-Chef Alois Huber: „Ein anderer Standort ist nicht denkbar“.

Spar