Multiversum für Ärzte vom Tisch. Mediziner-Duo war Mietpreis zu hoch. Martin Ruttner und Robert Grubmüller suchen neuen Standort.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 10. Oktober 2018 (05:53)
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Martin Ruttner und Robert Grubmüller führen derzeit eine Gruppenordination im Ekazent und wollen mit ihrem Primärversorgungszentrum langfristig die medizinische Versorungin Schwechat garantieren.

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Das Multiversum ist seitens der Betreiber als Standort für ein Primärversorgungszentrum vom Tisch.

Der Traum ist geplatzt: „Für uns ist das Multiversum vom Tisch“, halten Robert Grubmüller und Martin Ruttner fest. Die Schwechater Allgemeinmediziner wollen künftig ein Primärversorgungszentrum (PVZ) in Schwechat betreiben, allerdings nicht, wie vonseiten der Stadtgemeinde erhofft, im zweiten Stock der Eventhalle.

Erst vor zwei Wochen beschloss der Gemeinderat einstimmig Förderungen für die Gesundheitseinrichtung mit Standort im Multiversum (die NÖN berichtete). Doch letztlich war der Beschluss zwar gut gemeint und dürfte dennoch der ausschlaggebende Grund gewesen sein, warum das PVZ dort nicht entstehen wird.

 Das Multiversum war nie eine Bedingung. Eigentlich muss es egal sein, wo das Primärversorgungszentrum steht.“Robert Grubmüller 

 


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 Was ist ein PVZ? Ein Primärversorgungszentrum ist eine Anlaufstelle für die medizinische Grundversorgung mit Allgemeinmedizinern (im Fall Schwechats sind es derzeit drei) sowie Therapeuten verschiedener Fachbereiche wie Logopädie, Ergotherapie oder Wundmanagement. Neben Ordinationsassistenten muss es zumindest eine diplomierte Krankenschwester im Team geben.

Die Vorteile: Neben einem umfassenden medizinischen Angebot sind vor allem die langen Öffnungszeiten ein Pluspunkt eines PVZ. So ist ganzjährig und ohne Urlaubsschließungen von Montag bis Freitag zwischen 7 und 19 Uhr insgesamt 60 Stunden pro Woche geöffnet.