Die „Leichen vom Trappenweg“: gestrandete Autos

Erstellt am 02. Juli 2022 | 05:13
Lesezeit: 3 Min
Gleich zwei Fahrzeuge ohne Kennzeichen blockieren Parkplätze im Siedlungsgebiet von Rannersdorf. Der gelbe VW kommt demnächst weg.
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Seit Anfang März kostet das Parken im gesamten Stadtgebiet 95 Euro – in der „Grünen Zone“. Ein Grund für deren flächendeckende Einführung war, den Parkplatzdruck für die eigene Bevölkerung zu senken. Doch einige Autobesitzer setzen sich über das kostenpflichtige Abstellen eines Pkw in dreister Weise hinweg. Sie lassen ihr Fahrzeug einfach ohne Kennzeichen zurück.

Mit zwei dieser „Autoleichen“ müssen sich derzeit die Bewohner am Trappenweg herumärgern. Ein gelber VW Caddy und ein silberner Renault Clio blockieren zwei der raren Parkflächen in der Sackgasse. „Wir Anrainer sind sind schon sehr verzweifelt, da uns das Wrack den Parkplatz wegnimmt und wir 95 Euro für die ‚Grüne Zone‘ bezahlt haben“, wandte sich ein Bewohner an die NÖN. Der Polizei sind die Hände gebunden, sie kann nur einschreiten, wenn die Autos verkehrsbehindernd stehen.

Pro Tag gibt es einen Strafzettel

Daher liegt die Entfernung in der Verantwortung der Stadtgemeinde. Dort weiß man über die „Autoleichen“ Bescheid, wie man gegenüber der NÖN bestätigt. „Der gelbe VW kommt demnächst weg“, heißt es aus dem Rathaus. Seit dem Inkrafttreten der „Grünen Zone“ werden widerrechtlich abgestellte Autos auch bei jedem Rundgang von den Ordnungskräften gestraft.

An sich könnte die Stadt Fahrzeuge ohne Kennzeichen sofort abschleppen lassen, allerdings geht man hier einen kulanteren Weg: Zunächst wird der Halter – inklusive entsprechender Frist – aufgefordert, den Pkw abzuholen. In vielen Fällen würde sich der Besitzer melden, betont man. Passiert das jedoch nicht, wird das Fahrzeug in Absprache mit der Polizei abgeschleppt. Danach muss es zwei Monate verwahrt werden, dann geht es ins Eigentum der Stadt über. Zumeist kann das Auto dann nur noch verschrottet werden. „Zumeist geht die Entsorgung dann zur Lasten der Stadtgemeinde“, wird im Rathaus erklärt.

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