Eine Hundezone, die gar keine ist

Erstellt am 19. Januar 2022 | 05:44
Lesezeit: 2 Min
Im Bereich Hutweide in Rannersdorf sorgen freilaufende Vierbeiner für Kritik. Lösung in Sicht.
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Als Kind habe er gefahrlos auf der Wiese neben dem Schwechat-Fluss spielen können. „Heute geht das nicht mehr. Der ganze Allgemeingebrauch ist ausgeschlossen, man kann nicht einmal joggen“, kritisiert Hermann F., Bewohner der Hutweide-Siedlung.

Der Grund: Das Areal zwischen Hutweide und Schwarzmühlstraße wird auf beiden Flussufer-Seiten als Hundeauslaufzone genutzt. Natürlich ist es erlaubt mit den Vierbeinern spazieren zu gehen, allerdings nur an der Leine oder mit Beißkorb.

Daran halten sich aber die wenigsten, das ist auch beim NÖN-Lokalaugenschein am Donnerstag der Fall. Und freilaufende Hunde wären eben unberechenbar, weiß der Schwechater. So habe er selbst 20 Jahre lang einen gehabt. Zudem laufe man ständig Gefahr, in Hundekot zu treten.

Hinweisschilder halten Hundebesitzer nicht ab

Den Anrainer stören auch nicht die Vierbeiner, sondern deren „sorglose und unbelehrbare“ Besitzer. Tatsächlich hat die Stadtgemeinde an mehreren Einstiegspunkten Hinweisschilder aufgestellt. Sie weisen darauf hin, dass es sich um keine Auslaufzone handelt, sondern das NÖ Hundehaltegesetz und damit Leinen- bzw. Beißkorbpflicht gelte.

Bürgermeisterin Karin Baier (SPÖ), selbst Hundebesitzerin, ist sich des Problems bewusst. Freilaufende Hunde waren im Bereich der Hutweide „jahrelang geduldet“, gibt sie zu. Damit soll ab dem Frühling und der eingezäunten Freilaufzone gegenüber der Tennishalle Weber jedoch Schluss sein.

Bis dahin muss sich die frische Erde auf dem 3.000 m² großen Areal noch setzen. „Dann kann keiner mehr sagen, dass die armen Hunde nirgendwo frei herumlaufen können“, unterstreicht Baier. Die verbleibenden 5.000 m² des Feldes stehen übrigens für das Selbsternte-Projekt zur Verfügung ( die NÖN berichtete ).

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