Duo bot Ermittler fünf Kilo Heroin an. In Himberg und Rannersdorf sollte Drogendeal über Bühne gehen: Statt Kunde mit Geld klickten für Mazedonier die Handschellen.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 18. März 2020 (04:47)
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Der Angeklagte transportierte 17 Kilogramm Heroin
Der Angeklagte transportierte 17 Kilogramm Heroin
APA (Archiv)

Nach einem Tipp aus der Szene begannen Drogenfahnder, verdeckt zu ermitteln. Letztlich wurde ein Scheingeschäft arrangiert und fünf Kilogramm Heroin rollten versteckt im Radkasten eines Fahrzeugs über Serbien und Ungarn ins Land.

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Richter Manfred Hohenecker verhängte über die beiden Drogenkuriere unbedingte Freiheitsstrafen.
Hahslinger

Als Kurier fungierten zwei Mazedonier, die das abgepackte Heroin am 19. November vergangenen Jahres zu einem ausgemachten Treffpunkt in Rannersdorf schmuggelten. Von dort ging es dann in eine Garage in Himberg, wo nach der Drogenübergabe von an die fünf Kilo Heroin zum Kaufpreis von 80.000 Euro für die beiden Mazedonier die Handschellen klickten. Das angeklagte Kurierduo (58 und 28 Jahre alt) zeigte sich vor Gericht geständig und gab die Schmuggelfahrt zu. Mitglieder einer kriminellen Organisation wollten die beiden Mazedonier aber nicht sein.

Der bislang unbescholtene 58-Jährige wurde von Richter Manfred Hohenecker zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Für seinen bereits einschlägig vorbestraften 28-jährigen Komplizen setzte es vier Jahre plus vier Monate unbedingt. Beide Urteile sind nicht rechtskräftig.