„Im Suff zu blöd, sich eine Gabel zu holen“. Lautstark beanstandete Rumäne Essen und Bedienung auf S1-Raststätte. Zur Ordnung gerufen, drohte er Angestellter Gewalt an.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 18. August 2018 (05:35)
Burggraf
Auf der Raststätte an der S1 kam es zu dem Zwischenfall.

„Ich hörte eine Schreierei an der Bar. Ein Mann beschwerte sich. Er fand kein Besteck und das Essen war ihm zu teuer. Ich eilte der bedrängten Kollegin zu Hilfe und versuchte, beruhigend auf den aufgebrachten Gast einzuwirken“, schildert eine Angestellte (22) der S1-Raststätte in Rannersdorf vor Gericht den ungebührlichen Auftritt eines Gastes. Als sie ihm gezeigt habe, wo das Besteck liege, habe ihn das noch mehr auf die Palme gebracht.

Der Kunde sei sichtlich alkoholisiert gewesen und habe sich als Rumäne schlechter bedient gefühlt als andere Gäste. „Dem war aber nicht so. Die Nationalität steht ihm ja nicht auf die Stirn geschrieben“, sagt die Hainburgerin und weiter: „Er wollte sich gar nicht besänftigen lassen. Er wollte einfach Krawall machen. Er besuchte kein Haubenrestaurant mit Rundum-Service. Er war betrunken und war im Suff zu blöd, sich eine Gabel zu holen.“

Dass sich die Damen nicht devot verhielten, brachte den Rumänen noch mehr in Rage, und er drohte der höflich, aber bestimmt agierenden 22-Jährigen: „Ich werde dich privat finden und malträtieren!“ Er habe ihr Namensschild gesehen und sie habe große Angst gehabt, dass er ihr auflauere und etwas antue. Sie wohne ja allein.

„Es tut mir sehr leid. Ich war mit zwei Kollegen unterwegs und die haben mich aufgestachelt“, gesteht der Rumäne und entschuldigt sich beim Opfer. Das reumütige Geständnis bringt dem bislang Unbescholtenen eine Diversion in Form einer Geldbuße von 300 Euro.