Üble Rowdy-Attacke mitten auf der S1

Autofahrer (22) bremste vor ihm fahrenden Lenker aus, stieg aus und schlug auf die Frontscheibe des Opfers.

Erstellt am 26. Juli 2019 | 04:08
Lesezeit: 1 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Symbolbild Auto Gewalt C _695740708
Symbolbild
Foto: tommaso79/shutterstock.com

„Er hat mich geschnitten und ausgebremst. Immer wenn ich zum Überholen angesetzt habe, gab er Gas. Auf meine Lichthupe hat er nicht reagiert. Ich war spät dran und im Stress“, schilderte ein 22-jähriger Angestellter, warum er am 13. November des Vorjahres auf der Wiener Außenringschnellstraße S1 einen anderen Autofahrer grundlos zum Stehenbleiben genötigt hat. Damals galt zudem im Bereich des Rannersdorfer Tunnels baustellenbedingt eine 60er-Tempobeschränkung.

„Damit nicht genug, haben sie dann noch mit einem Werkzeug auf die Frontscheibe des Wagens eingeschlagen. Sie haben schon einmal im Zorn auf ein Auto getreten, und Sie haben damals die Chance einer Diversion mit einer Probezeit bekommen. Gewirkt hat das bei ihnen nicht“, kommentiert Richter Manfred Hohenecker bei der Verhandlung am Landesgericht Korneuburg den neuerlichen Ausraster des 22-Jährigen. Dieser seufzt und räumt ein: „Ich habe überreagiert. Es tut mir sehr leid“, beteuert er und entschuldigt sich beim Opfer.

Der einsichtige und geständige Rowdy wird wegen Nötigung und Sachbeschädigung zu zwei Monate auf Bewährung verurteilt. „Das ist Ihre letzte Chance. Das nächste Mal sitzen sie ein“, mahnt der Richter.